Mi

03

Apr

2019

Vorschau in den Mai // Buchpremiere Wolfgang Hilbig: Sphinx // 28.5. // Kesselhaus Schleußig

 

Neues aus dem "Wörtersee" : Wolfgang Hilbig: Sphinx. Texte aus dem Nachlass, hrsg. von Michael Opitz. Buchpremiere

 

Michael Opitz, Peter Hinke und Moderator Clemens Meyer stellen den Band mit bisher unbekannten Texten aus dem Nachlass Wolfgang Hilbigs vor. Er enthält phantastische Erzählungen, Faksimiles und in sich geschlossene Varianten (undatiert, von 1988 und 1985) des 2001 frappierend verändert erschienen Textes "Die Zisterne" sowie ein Nachwort des Herausgebers zu literarischen und zeitgeschichtlichen Entstehungskontexten.

 

Ein gemeinsames Projekt mit der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e.V.

 

Gefördert von der Stadt Leipzig, der Stiftung S. Fischer und der CVB

Mi

27

Mär

2019

Nach der Buchmesse: Am 30.03. ist Indiebookday!

Noch sind die Messekisten nicht ausgepackt, die Bilder für den Messerückblick wurden noch nicht gesichtet und ausschlafen konnten wir auch noch nicht - nun steht am kommenden Sonnabend, 30.03.2019, der INDIEBOOKDAY vor der Tür. Zum Indiebookday kann hier mehr nachlesen... Wir sind mit unseren beiden Buchhandlungen dabei und möchten mit unseren diesjährigen Indiebookday-Aktionen insbesonders den Verlag Voland & Quist hervorheben. In unserer Buchhandlung Wörtersee ist neu der Carpathia Verlag an Bord gegangen, bei dem man in erster Linie Krimis und Belletristik findet. Im Specks Hof neu ist die Edition FotoTapeta. Aber es gibt natürlich auch noch viel mehr - und natürlich ist auch die Connewitzer Verlagsbuchhandlung ein Indie-Verlag. So funktioniert es: Gehen Sie am 30.03.2019 in einen Buchladen Ihrer Wahl und kaufen Sie ein Buch. Irgendeines, das Sie sowieso gerade haben möchten. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen, kleinen Verlag stammen. Danach posten Sie ein Foto des Covers, des Buches, oder sich mit dem Buch (oder wie Sie möchten) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat) oder einem Blog Ihrer Wahl mit #indiebookday. Für jeden Indie-Buchkauf bei uns  verschenken wir in diesem Jahr einen Gedichtband von Thomas Böhme: das "ballett der vergeßlichkeit".

 

Fr

22

Mär

2019

Kammweg-Literaturpreis-Lesung: Bernd Schirmer liest auf der Leipziger Buchmesse

22. März 2019 | 11:00 – 11:30 Uhr

Literaturcafé, Halle 4, Stand B600
Bernd Schirmer / Frank Fröhlich / Ralph Grüneberger

 

Zwei Kammweg-Literaturpreisträger stellen sich vor

Aller drei Jahre wird der Kammweg-Literaturpreis für bereits veröffentlichte literarische Werke, die entweder von Autorinnen und Autoren des Kulturraumes Erzgebirge-Mittelsachsen verfasst wurden und/oder sich mit dem Thema Erzgebirge beschäftigen, vergeben.
In den Jahren dazwischen werden Förderpreise für unveröffentlichte Lyrik bzw. Kurzgeschichten vergeben und die Gewinner werden zu einer für sie kostenfreien mehrtägigen Textwerkstatt eingeladen.
Bernd Schirmer erhielt im Sommer 2018 für sein Buch „Silberblick“ den Hauptpreis. Geboren 1940 in Leipzig, wuchs der Autor im erzgebirgischen Scheibenberg auf, bis er Germanistik und Anglistik in Leipzig studierte. Bernd Schirmer lebt in Hoppegarten, OT Waldesruh bei Berlin.

Di

19

Mär

2019

Buchmesse: 22.03.2019 Kurt-Wolff-Abend

 

20:00 Uhr Kurt-Wolff-Abend / Connewitzer Verlagsbuchhandlung / Specks Hof / Schuhmachergäßchen 4 / 04109 Leipzig

 

Wie in jedem Jahr sind am Buchmesse-Freitag die Kurt-Wolff-Preisträger 2019 bei uns zu Gast!

 

 

Die Preisträger: Andreas J. Meyer (Merlin Verlag) / Edition  Fototapeta 
Ein Abend der Kurt Wolff Stiftung // Es sprechen und lesen Andreas J. Meyer, Lothar Quinkenstein, Katharina E. Meyer, Britta Jürgs

So

17

Mär

2019

Gerda Raidt im MDR-Fernsehen

"Matrosentango" von Gerda Raidt (2003)
"Matrosentango" von Gerda Raidt (2003)

 

 

Hier ein Link zu einem Beitrag des MDR-Fernsehens über Gerda Raidt und ihr neues Buch. Mehr zu Gerda Raidt hier

 

 

 

und hier: www.gerda-raidt.de

Do

14

Mär

2019

Buchmesse: 21.03.2019 Buchpremiere Thomas Böhme & Vorstellung des Wolfgang-Hilbig-Projektes "Sphinx"

Zur Leipziger Buchmesse am 21. März feiert Thomas Böhmes "Puppenkino" (Edition Wörtersee) Premiere. Das Buch versammelt 366 Geschichten en miniature. In den Premieren-Abend zum Welttag der Poesie beziehen der Leipziger Schriftsteller und sein Verleger Peter Hinke bereits die nächste Neuerscheinung der Edition mit ein: Wolfgang Hilbig: "Sphinx. Unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass, hrsg. von Michael Opitz". Das Buch kommt in wenigen Wochen heraus. Nach der Vorschau auf Hilbigs Erzählungen und der Vorstellung der poetischen und editorischen Berührungspunkte beider Dichter - zwei Meister der Groteske - öffnet sich der Vorhang zum Puppenkino.

 

Veranstaltungsdaten:

Thomas Böhme: Puppenkino. Buchpremiere mit Vorschau "Wolfgang Hilbig: Sphinx".

21. März 2019, 20.00 Uhr, Connewitzer Verlagsbuchhandlung
Schuhmachergäßchen 4 (im Specks Hof), 04109 Leipzig / Eintritt frei

Mi

13

Mär

2019

Textwerkstatt im Frühling: Die erzählte Welt

Wer gern schreibt oder schon immer einmal damit beginnen wollte, wer Erfahrungen austauschen oder etwas mehr über das literarische Handwerk erfahren möchte, istrichtig bei dem Workshop, den Jörg Jacob vom 26. März bis 9. Juli imLiteraturraum TEXTAT in Plagwitz anbietet. Der Schreibkurs findet jeweils am Dienstagabend statt. In kreativer Atmosphäre sollen die Teilnehmer die Möglichkeitbekommen, im kleinen Kreis mit dem Leipziger Autor Jörg Jacob einen neuen Text zu entwickeln bzw. bereits geschriebene Texte vorzustellen. Weitere Informationen und Anmeldung: info@joerg-jacob.de

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Fr

08

Mär

2019

Der Sächsische Verlagspreis 2019 geht an die Connewitzer Verlagsbuchhandlung

Wir freuen uns und sind gleichzeitig  überrascht über folgende aktuelle Meldung zur Vergabe des "Sächsichen Verlagspreises 2019". Wir selbst werden hierzu noch ausführlicher Stellung nehmen. Bei eventuellen Presseanfragen schicken Sie bitte eine kurze Mail an  woertersee@hotmail.de. Wir werden Sie schnellstens kontaktieren. Vielen Dank! Peter Hinke

 

 

Impulse über die Literaturstadt Leipzig hinaus

 

Der mit 10.000 Euro dotierte Sächsische Verlagspreis, der in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben wird, geht an die Connewitzer Verlagsbuchhandlung Peter Hinke in Leipzig. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und der Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. hatten den Verlagspreis als Ehrung für besondere verlegerische Leistungen ausgelobt.
Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Die Jury hat einen Verlag ausgewählt, dem der Spagat zwischen Tradition und Moderne gelingt. Mit dem Sächsischen Verlagspreis wird auch der Mut der unabhängigen Verlage für die kulturelle, wissenschaftliche und gesellschaftliche Vielfalt im Freistaat gewürdigt. Kleine Verlage sind Bewahrer der Kultur des Lesens, sie veröffentlichen das „besondere Buch“, das künstlerische Kleinod und spezialisieren sich auf Nischensparten und neue Autorinnen und Autoren. Sie haben den Ehrgeiz, Qualität jenseits des Mainstreams zu produzieren und sind gleichzeitig herausgefordert von der rasant fortschreitenden Digitalisierung und den wirtschaftlichen Anforderungen, die das Überleben sichern.“
Wirtschaftsminister Martin Dulig betont: „Der sächsische Buchmarkt zählt zu den kleineren Teilmärkten der sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft und umfasst Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Buchverlage und den Einzelhandel mit Büchern. Seit einigen Jahren steht der hiesige Buchmarkt vor großen Herausforderungen, die sich auch in den wirtschaftlichen Zahlen niederschlagen. Umso wichtiger ist es, mit dem Sächsischen Verlagspreis ein Zeichen zu setzen und besonders innovative und kreative Verlage auszuzeichnen. Sächsische Verlage bilden mit ihrem publizistischen und wirtschaftlichen Engagement die Grundlage dafür, dass auch sächsische Autoren ihre Leser erreichen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die ausgezeichnete Connewitzer Verlagsbuchhandlung Peter Hinke in Leipzig.“

Helmut Stadeler, Vorstandsvorsitzender des Landesverbands Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen des Börsenvereins: „Unabhängige Verlage verbreiten das freie Wort, stoßen Debatten an, fördern den gesellschaftlichen Dialog und die kulturelle und ästhetische Bildung. Mit dem Sächsischen Verlagspreis würdigt der Freistaat Sachsen den Beitrag der Verlegerinnen und Verleger zu Kultur und Wirtschaft unseres Landes. Gerade die Kultur benötigt mutige und verlässliche Unternehmer, die Kultur und Wissen fördern.“
Die Jury würdigt die bald 30-jährige verlegerische Leistung Peter Hinkes. Er bietet Autorinnen und Autoren verschiedener Generationen eine verlegerische Plattform für Lyrik und Prosa. Zu den jungen und mehrfach ausgezeichneten Autorinnen und Autoren zählen Almut Sandig oder Clemens Meyer, unter den Leipziger Klassikern ist beispielsweise die Mundartdichterin Lene Voigt. Der Verlag arbeitet mit Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig sowie Illustratorinnen und Illustratoren eng zusammen. Die Jury hebt zudem die besondere künstlerische und grafische Gestaltung der Bücher und Schriftreihen hervor. Auch habe Peter Hinke habe über Jahrzehnte hinweg die enge Verbindung von Buchverlag, Buchhandlung und literarischem Veranstaltungsprogramm erfolgreich vorgelebt. Seine Arbeit habe ihre festen Wurzeln in Leipzig und biete gleichzeitig Impulse über die Literaturstadt und Sachsen hinaus.


Jurymitglieder:
Julia Blume, Institut für Buchkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), Leipzig
Angelika Bock, Leipziger Kommissions- und Großbuchhandels-GmbH
Prof. Dr. Thomas Bürger, ehem. Generaldirektor der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung
Karin Großmann, Sächsische Zeitung
Klaus Kowalke, Buchhandlung Lessing und Kompanie, Chemnitz
Prof. Hans-Ulrich Treichel, Deutsches Literaturinstitut Leipzig/ Uni Leipzig
beratend: Staatssekretär Dr. Hartmut Mangold, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Staatssekretär Uwe Gaul, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

 

Mo

04

Mär

2019

Unsere aktuellen Verlagsprojekte (4) / Eine neue Lene Voigt: "De Babbierdande"

 

Wer hätte das gedacht?: Es gibt "neue" Lene-Voigt-Texte zu entdecken! Stephan Berelsmann aus Braunschweig übergab der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V. neue Fundstücke und Klaus Petermann, Vorsitzender des Vereins, der sich seit vielen Jahren um das Werk der sicher populärsten sächsischen Dichterin bemüht, hat dieses Bändchen zusammengestellt:

 

Lene Voigt: De Babbierdande

Herausgegeben von Klaus Petermann

 

50 Seiten, Klappenbroschur in kleiner Auflage. Mit aufgeklebtem Umschlagschildchen. Erscheint  in der einst für und von Wolfgang U. Schütte begründeten Reihe „Fundsachen“.

 

978-3-937799-92-6 / 12,00 Euro / Erscheint Ende März 2019 / Vorbestellungen sind derzeit unter woertersee@hotmail.de möglich.

 

 

Eine Neuentdeckung! 28 Texte, die Lene Voigt zwischen 1926 und 1932 in verschiedenen Zeitschriften, vorwiegend in der in Prag erscheinenden Deutschen Zeitung Bohemia, veröffentlichte. Es sind Gedichte und Geschichten, allesamt humoristisch-feuilletonistische Einlassungen auf die damaligen Alltagswelten. Wir erfahren von „Skribnophan“, dem Elixier des Schaffenden, finden Schulaufsätze von Fritzchen Schlau, hören von Leipziger Treppenhaus-Philosophien, begegnen Oma Schmidt und Herr Pietsch, unternehmen eine Reise an die Weser, erfahren von Lenes Kindheit und davon, wer sich hinter der „Babbierdande“ verbirgt. Sächsischer Humor vom Feinsten.

 

So

03

Mär

2019

Kurt Wolff hat Geburtstag

Fr

22

Feb

2019

Ulrike Almut Sandig erhält den Horst Bingel-Preis

Und wieder ein Preis für Ulrike Almut Sandig, diesmal erhielt die Dichterin den Frankfurter Horst Bingel-Preis, der aller zwei Jahre vergeben wird und mit 8.000 Euro dotiert ist. Mehr dazu auf der Seite des Buchmarkt...

 

Bei uns im Verlag finden Sie die beiden ersten beiden Bücher der Autorin: "Zunder" und "Streumen". Aus letzterem stammt auch die lyrische Vorlage zum aktuellen Video von Ulrike Almut Sandig und Grigory Semenchuk: Russenwald  - siehe Videolink:

Di

19

Feb

2019

Unsere Meinung & die Presseerklärung der Kurt Wolff Stiftung zur Insolvenz von Koch, Neff & Volckmar

Die Insolvenz des Großbuchhändlers und der Auslieferung Koch, Neff & Volckmar beschäftigt und beunruhigt seit einigen Tagen die Buchbranche. Auch wir sind als Buchhandlung (KNV ist seit Gründung unseres Unternehmens unser Hauptlieferant) und als Verlag (hier sind wir der Lieferant, ein Teil unserer Titel ist im KNV-Barsortiment gelistet) betroffen. Wir gehen seit 1990 den Weg zusammen mit KNV, wir teilten in den letzten Jahren zwar nicht alle Entscheidungen des Unternehmens, aber wir betrachten die gemeinsame Zusammenarbeit als eine der wichtigen Grundlagen unserer Arbeit. KNV hat uns früher über schwierige Zeiten geholfen und wir hoffen nun, wir können unseren Anteil dazu beitragen, um KNV wieder neu aufzustellen. So bestellen wir weiterhin und verstärkt über das KNV-Barsortiment und die angeschlossenen Verlagsauslieferungen. KNV braucht eine selbstständige Zukunft, ein Übernahme durch Amazon & Co. muß vermieden werden, um weiterhin eine unabhängige deutsche Verlags- und Buchhandelslandschaft  zu ermöglichen. Helfen Sie mit: Bestellen Sie Bücher in Ihrer Buchhandlung.

/ Peter Hinke für die Connewitzer Verlagsbuchhandlung

 

Anbei die Presseerklärung der Kurt Wolff Stiftung, die wir gern unterstützen:

Eine große Gefahr für den gesamten Buchhandel -
Presseerklärung der Kurt Wolff Stiftung zur Insolvenz von Koch, Neff und Volckmar

Ein Riese der Buchbranche ist in die Knie gegangen: Die den Markt prägende Stuttgarter Firmengruppe Koch, Neff und Volckmar (KNV) musste in der vergangenen Woche Insolvenz anmelden. Und damit nicht genug: Dieser Riese droht, sollte er weiter fallen, einen beträchtlichen Teil der Buchbranche mit sich zu reißen.
Viele berichten, dass die Krise bei KNV „hausgemacht“ sei, dass sie eben nicht Ausdruck einer allgemeinen Krise der Buchbranche ist. Das stimmt. Auch zeigt sich der vorläufige Insolvenzverwalter, Tobias Wahl, zuversichtlich, die Unternehmensgruppe weiterführen zu können. Dennoch könnte diese Insolvenz eine allgemeine Krise der Buchbranche auslösen.
Schon jetzt zieht diese Insolvenz bedrohlich weite Kreise. Viele Buchhandlungen, die direkt an den Logistiker KNV und an das zugehörige Barsortiment angeschlossen sind, erleiden plötzlich Lieferengpässe, da viele Verlage die Belieferung von KNV aus Selbstschutz eingestellt haben. Dabei agiert KNV seit Jahrzehnten als eines der wichtigsten Bindeglieder zwischen mehreren tausend Verlagen und mehreren tausend Buchhandlungen und Buchverkaufsstellen. Die flächendeckende Über-Nacht-Belieferung von Buchhandlungen wird vor allem durch KNV und seine beiden Mitbewerber, Libri und Umbreit, garantiert. Nun jedoch schwinden die KNV-Lagerbestände, die nicht mehr aufgefüllt werden. Umbreit und Libri sind ihrerseits nicht in der Lage, die Aufgaben von KNV kurzfristig zu übernehmen.
Darum kann ein großer Teil der Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine immer größer werdende Menge an Titeln nicht mehr liefern. Wer sollte die Kundinnen und Kunden dieser Geschäfte davon abhalten, sich andernorts umzusehen?
Auch die Verlage sind betroffen. Einerseits werden die Bücher großer Unternehmen wie dtv, Piper oder Suhrkamp von KNV direkt an den Buchhandel vertrieben. Andererseits sind durch die Insolvenz die Forderungen vieler unabhängiger Verlage an KNV bedroht. Eine erste Umfrage im Freundeskreis der Kurt Wolff Stiftung hat gezeigt, dass KNV einigen Verlagen allein aus diesem Kreis schon jetzt Summen bis hin zu 100.000 Euro schuldet, die Gesamtsumme beläuft sich momentan bereits auf weit mehr als 1 Million Euro. Sollten diese Summen nicht bald ausbezahlt werden, droht einigen dieser Verlage ebenso die Insolvenz. Zumal nun zukünftige Bestellungen wegfallen, auch dieser Zahlungsausfall muss berücksichtigt werden.
Bei KNV sind über 1500 Arbeitsplätze in Gefahr, durch die Konsequenzen, die eine langanhaltende Insolvenz des Unternehmens mit sich brächte, wäre es schnell eine fünfstellige Zahl an Arbeitsplätzen — Verlage und Buchläden müssten Entlassungen vornehmen oder gleich schließen, der Schaden in der Buchbranche wäre immens. Sicherlich kann man kritisieren, dass der Buchhandel vor allem durch die zunehmende Konzentrierung in der Buchbranche und durch übermäßigen ökonomischen Druck in diese Situation geraten ist — unabhängige Buchhandlungen und Verlage jedoch konnten und können diesem Branchentrend nichts entgegensetzen. Genau diese unabhängigen Buchhandlungen und Verlage sorgen allerdings seit Jahrzehnten für die große Vielfalt des Buchmarktes, sie entdecken junge Talente, publizieren und verbreiten Ungewöhnliches, sind voller Enthusiasmus und Begeisterung und prüfen nicht immer zuerst die Gewinnerwartungen, wenn sie sich für ein Buch einsetzen.
Genau diese unabhängigen Buchhandlungen und Verlage geraten nun unverschuldet in Not, jetzt, da ein Branchenriese in die Knie geht. Daher ist es an den Länderregierungen und an der Bundesregierung zu handeln, es ist die Aufgabe der ganzen Gesellschaft, wenn ihr an ihrer Buchkultur etwas liegt. Die
Buchkultur prägt das kulturelle Selbstverständnis, trägt immer auch zur Selbstvergewisserung einer Gesellschaft bei.
Den Buchhandlungen und Verlagen, die jetzt bedroht sind, verdankt das literarische Leben im deutschsprachigen Raum unendlich viel. Die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft dürfen nicht zulassen, dass ein Riese fällt und in seinem Sturz eine ganze Branche nachhaltig beschädigt. Schnelle, unbürokratisch geregelte finanzielle Hilfen für die Buchbranche sind daher nicht nur nötig, sondern auch dringend erforderlich.


Leipzig, 19. Februar 2019


Der Vorstand der Kurt Wolff Stiftung:
Britta Jürgs
Leif Geinus
Jörg Sundermeier
Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer
vielfältigen Verlags- und Literaturszene
Gerichtsweg 28
04103 Leipzig
Telefon: 0341 / 9 62 71 87
Telefax: 0341 / 99 38 42 90

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Fr

15

Feb

2019

Unsere aktuellen Verlagsprojekte (3): Wolfgang Hilbig, Sphinx

Coverentwurf: André Göhlich
Coverentwurf: André Göhlich

 

 

Vorschau:

 

Wolfgang Hilbig: Sphinx

 

Unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass

 

Herausgegeben von Michael Opitz

 

Ein Buch der Edition Wörtersee, ein

 

gemeinsames

 

Projekt mit der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e.V.

 

Erscheint im Frühjahr 2019.

 

Mehr Informationen folgen Ende Februar.

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Mo

11

Feb

2019

Veranstaltungstipp// Literaturshow im Leipziger Schauspiel: "Die schlechtgemalte Deutschlandfahne", diesmal mit Peggy Mädler

Mi. / 13. Feb 2019 / 20:00 Uhr / - Die neue Literaturshow mit Lehn, Salentin und zu Gast im Februar: Peggy Mädler!

 

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“

Während sich Heinrich Heine einsam im Bett herum wälzte, schlagen sich Isabelle Lehn und Rebecca Maria Salentin, zwei schreibende Rheinländerinnen im sächsischen Exil, gerne die Nächte um die Ohren. Aber nicht allein: Sie holen Gegenwartsliteraten ins Neue Schauspiel und mixen Fusel, Fakten und Fiktion zu einem hochprozentigen Literaturcocktail. Gast in dieser Februar-Show ist Peggy Mädler: Ihr zweiter Roman heißt "Wohin wir gehen", erscheint offiziell erst am 14. Februar -  kann aber an diesem Abend an unserem Büchertisch bereits erworben werden!

 

So

10

Feb

2019

Trauer um Tomi Ungerer

Tomi Ungerer, einer der uns liebsten und wichtigsten Kinderbuchautoren, starb am vergangenen Wochenende mit 87 Jahren in Cork/Irland. "Crictor, die gute Schlange", "Der Mondmann", "Pappa Schnapp", "Kein Kuß für Mutter", "Otto. Autobiographie eines Teddybären", "Emil, der hilfreiche Tintenfisch", "Flix", "Der Nebelmann", seine illustrierten Lieder-, Märchen-, Sagenbücher, für Erwachsene das "Kamasutra der Frösche","Tomi Ungerers Frauen", "Tomi Ungerers Weltschmerz", die Liste seiner großen Bücher, die fast alle im Diogenes Verlag erschienen, ist lang. Wir empfehlen besonders Die Abenteuer der Familie Mellops. Fünf Geschichten in einem Band (2006), 192 Seiten. Der großartige Illustrator und Schriftsteller, 1931 in Straßburg geboren, schuf die liebenswerten Tiergeschichten am Anfang seiner Karriere, als er Mitte der 50er Jahre mittellos und krank in die USA auswanderte und durch diese Zeichnungen einen rettenden Buchvertrag bei einem renommierten Verlag bekam. Für "The Mellops go Flying" gewann er 1957 auch den ersten Preis für seinen Erstling, dem viele weitere Bücher für Kinder und Erwachsene folgen sollten. Und am Ende dieser Geschichten "trug Mutter Mellops" immer "eine herrliche Rosinensahnetorte herein". Tomi Ungerer hat uns viel Freude gebracht. Seine Bücher werden bleiben.

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Do

07

Feb

2019

Mischpoke! - Am Sonntag zur Lesung ins Leipziger Ariowitschhaus

 

Am Sonntag. den 10.02.2019, liest 15 Uhr Marcia Zuckermann im Leipziger Ariowitsch-Haus aus ihrem Familienroman "Mischpoke", erschienen in der Frankfurter Verlagsanstalt. Wir sind mit Büchern der Autorin vertreten. Mehr zur Veranstaltung lesen Sie hier...

 

Und schon Blick nach vorn: Das Ariowitschhaus ist im März auch wieder Gastgeber der "Jüdischen Lebenswelten", die wir auch in diesem Jahr mit Büchertischen begleiten. Das Programm wird Mitte Februar im Rahmen der Leipzig-liest-Lesungen veröffentlicht werden..

Mi

30

Jan

2019

Unsere aktuellen Verlagsprojekte (2): Thomas Böhmes "Puppenkino" in der Edition Wörtersee

Der Autor Thomas Böhme bereicherte schon 1989 die damalige Samisdat-Zeitschrift "Sno´Boy", die heute als Wiege unseres Verlages gilt. Bereits 1991 erschien bei uns sein Buch "die verteilung des lächelns bei gegenwehr". Zwischendurch veröffentlichte er an verschiedenen Orten, u.a. beim legendären Berliner Galrev-Verlag und im Poetenladen. Wir verlegten sein Debüt "Mit der Sanduhr am Gürtel" in einer Neuausgabe und zuletzt erfolgreich seine "Asservate. Alter Worte Welt". Nun kommt im März 2019 das "Puppenkino" in der Edition Wörtersee.

Thomas Böhme

Puppenkino. Kalendergesch9ichten für 365 und einen Tag. Ein Buch der Edition Wörtersee. Schöne Klappenbroschur.180 Seiten.

ISBN 978­-3­-3937799­-89­-6 / 15,00 Euro

 

„Sie glauben nicht mehr an Wunder? Das ist ein Fehler.“ Nicht immer ist die Welt so, wie sie scheint. Thomas Böhmes Kürzestgeschichten

mikroskopieren die Welt und blicken durch Schranktüren und in verborgene Winkel.Für jeden Tag des Jahres eine Geschichte. Mit reizenden Aussichten, triftigen Gründen und einer Geschichte, in der keine Taube vergiftet wird.

 

Fr

25

Jan

2019

Unsere aktuellen Verlagsprojekte (1): Die Tippgemeinschaft 2019

Schon seit 2003 flankieren wir die "Tippgemeinschaft", die Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig, die immer im März eines jeweiligen Jahres von einer neuen Redaktion herausgegeben wird. Die 2019er Ausgabe ist in der Endphase der Gestaltung und erscheint zur Leipziger Buchmesse, hier kann die Ausgabe auch schon bestellt werden.

Hier noch ein Hinweis an Interessenten der Crowdfundingaktion der diesjährigen Redaktion, die aus Martin Dakovic, Selma Imhof, Mathis Kießling, Anna Kira Koltermann, Katharina Merhaut, Linn Penelope Micklitz, Cecilia Röski und Tobias Siebert besteht. Bis zum 31.01.2019 können Sie hier die Arbeit der Tippgemeinschaft 2019 unterstützen!

 

Hier finden Sie noch mehr Informationen zur Geschichte und zu den früheren Ausgaben der Tippgemeinschaft!

LESUNGEN DER TIPPGEMEINSCHAFT 2019 ZUR LEIPZIGER BUCHMESSE

 

 

20.3 - L3 Lesenacht in der Moritzbastei

 

Mit Anna Kira Koltermann, Linn Penelope Micklitz, Mathis Kießling und Selma Imhof

 

 

 

21.3. - L3 Lesenacht in der Moritzbastei

 

Mit Sebastian Behr, Max Deibert und Tobias Siebert

 

 

 

22.3. - 12.00 - 12.30 Uhr - Leipziger Büchermenschen - Hugendubel Petersteinstraße

 

Mit Caroline Weigele und Simon Kalus

 

 

 

22.3 - 19.00 Uhr - Tippgemeinschaft X Jenny - Goldhorn

 

Mit Viktor Dallmann, Johannes Koch, Frieda Paris, Fiona Sironic, Hannah Bründl

 

 

 

23.3. - 12.00 - 13.00 Uhr - Leipzig liest weltoffen - Halle 2 A304

 

Mit Lesung und Gespräch

 

 

 

23.3. - Stand auf der it’s a book - HGB Leipzig

 

 

 

23.3 - 20.00 Uhr Release-Party mit Lesung und Musik - Deutsches Literaturinstitut Leipzig

 

Mit 20 Autorinnen und drei Minuten für jeden Text

 

 

 

24.3. - 19.00 Uhr - Noch Besser Leben

 

Mit Lara Rüter, Lena Schmidt, Len Sander, Mina Hava und Mia Göhring

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Do

24

Jan

2019

Julius Becke ist verstorben

Julius Becke als Kind, Foto: CVB-Archiv
Julius Becke als Kind, Foto: CVB-Archiv

Wie wir jetzt erst erfuhren, verstarb unser Autor Julius Becke am 3. Dezember 2018 in seiner Wahlheimat Bad Homburg. Julius Becke, der 1927 in Leipzig geboren wurde, bereicherte unseren Verlag durch sein poetisches, literarisches Erinnerungsbuch "Really the Blues", welches im Jahre 1999 auf Initiative von Bernd-Lutz Lange hin erschien und welches man u.a. auch als wertvollen Beitrag zur Leipziger Jugendkultur der 30er und 40er Jahre lesen kann. Peter Härtling schrieb treffend dazu: "Ich bin immer noch mitgenommen, irritiert und verblüfft von raschen, suchenden Sätzen, einer ungeduldigen wie ratlosen Erinnerungsbewegung." Die Gespräche mit Julius Becke haben uns bereichert, seine Erzählungen leben weiter.

 

POGROM (aus dem Buch "Really the Blues")

 

Mein Vater hatte sich die Seele aus dem Leib gejagt, um in Europa und Übersee Klaviere zu verkaufen. Für die Kolonialisten hatten sie gar ein tropenfestes Klavier entwickelt. Onkel Moritz war Republikaner und redete über Spinoza. Die meisten Bemerkungen über ihn hatten einen Unterton: Er sitzt noch morgens um zehn beim Kaffee und liest Zeitung. Am 10. November 1938 vormittags klingelte es stürmisch. Meine Tante schleppte Onkel Mor zur Tür herein. Meine Mutter warf eine Handvoll Goldmünzen in die tiefen Ritzen der Polstermöbel. Ich wurde ins Kinderzimmer geschickt. Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang zum Augustusplatz. Die Schaufenster vom Kaufhaus Bamberger & Herz waren zertrümmert, Fetzen von Kleidungsstücken lagen auf der Straße. Wir hatten dort oft eingekauft. Schöne Sachen. Ich war eitel. Das kann man doch nicht machen, sagte meine Mutter. Die schönen Kleider. Noch Jahre später sind wir gelegentlich hineingefahren in die Lederschächte der Polstermöbel. Wahrscheinlich waren Goldstücke damals anmeldepflichtig. Sie waren die ersten Gedanken meiner Mutter. In Berlin gab es ein jüdisches Altersheim. Wohl das letzte noch im Lande. Meine Tante brachte Onkel Mor dort unter. Er starb bald. Zu seinem Glück. In Chagalls Bildern habe ich ihn wiedergesehen. Er flog am Himmel mit der glutäugigen Christin, und die Welt stand auf dem Kopf unter ihnen.

 

Becke, Julius - Really the Blues
Eine Jugend 1927–1948   120 Seiten, schön gebunden, mit Schutzumschlag ISBN 978-3-928833-88-2   Julius Becke, geboren 1927, erzählt die Geschichte seiner Kindheit und Jugend in Leipzig, im Kriegseinsatz und in der ... (mehr lesen)
14,90 € 1

Mi

09

Jan

2019

Heute: Neue Literaturshow mit Isabelle Lehn und Rebecca Salentin im Leipziger Schauspiel - Auftakt mit Saša Stanišić

Literaturtipp: Heute, am 09.01.2018, 20 Uhr, gibt es im Neuen Schauspiel den Auftakt der  Literaturshow "Die schlechtgemalte Deutschlandfahne" Gastgeberinnen sind Isabelle Lehn und Rebecca Salentin, erster Gast ist Saša Stanišić. Wir sind gern als buchhändlerischer Support vor Ort.

 

Mehr dazu hier...

Fr

04

Jan

2019

Mit Elmar Schenkel ins neue Jahr - Ausstellungseröffnung im Berggut Holzhausen

Elmar Schenkel an einem seiner Lieblingsorte... / Foto: P. Hinke
Elmar Schenkel an einem seiner Lieblingsorte... / Foto: P. Hinke

 

Unser Autor Elmar Schenkel schreibt Bücher, er lehrt an der Universität, er reist viel und er malt Bilder. - Am 05.01.2018, 14 Uhr, eröffnet der Heimatverein Holzhausen im Berggut eine Ausstellung von Elmar Schenkel mit Bildern unter dem Motto "Reisen in die ferne Nähe". Traditionell wird das neue Jahr an diesem Tag 16 Uhr zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Holzhausen bei Glühwein und Bratwurst begrüßt! Zu sehen ist die Ausstellung jeweils sonntags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie zu den Veranstaltungen des Vereins. Ausstellungsende 24.02.2019

Eintritt 1 Euro / Ort: Zuckelhausener Ring 17, 04288 Leipzig

Mo

24

Dez

2018

Lesen, Essen, Schlafen: Wir wünschen ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest!

Was liest wohlt der Nussknacker?
Was liest wohlt der Nussknacker?

 

Bis eben waren wir im buchhändlerischen Weihnachtseinsatz. Hinter uns liegen nun - wie immer um diese Zeit - summende und rauschende Wochen, von denen uns auch verrückte, schöne und manchmal traurige Begegnungen im Gedächtnis bleiben werden.

 

Wir waren wieder einmal sehr gern Ihre Weihnachtsbuchhändler, freuen uns aber nun auch auf ein paar stille Momente.

Wir wünschen allseits ein ruhiges und schönes Weihnachtsfest - und sind in drei Tagen wieder für Sie da!

 

Mo

17

Dez

2018

Beck meint: Weihnachten kommt auch immer früher!

 

Solange der Vorrat reicht, bekommen Sie bei uns den neuen schöne BECK-Kalender in deutscher und auch in englischer Sprache.

 

Außerdem können Sie wunderbare BECK-Grafiken und auch Bücher erwerben, die mit etwas Glück vom Meister persönlich handverziert sind.

 

mehr zu BECKS Bildern hier...

 

 

 

 

Sa

15

Dez

2018

Wilhelm Genazino ist gestorben

von Jörg Jacob

 

Zwischen Bücherstapeln, in der Buchhandlung, mitten im vorweihnachtlichen Trubel erreichte mich ein Anruf mit der traurigen Nachricht: Genazino ist tot.

 

Wilhelm Genazino, der Flaneur, der desillusionierte und dennoch stets wohlwollende Beobachter unserer Alltagswelten, der Schöpfer ebenso trauriger wie sympathischer Helden hat sich still und leise verabschiedet. Theaterdonner war seine Sache nie. Eher die Stille und Langsamkeit, denn der sezierende Blick ist gründlich, nimmt sich Zeit und Ruhe. Und Genazino hat sich die Freiheit genommen, genau so zu schreiben: keine Furcht vor Langeweile und Melancholie, nicht vor Gelächter, nicht vor Trauer. Ich werde ihn vermissen. Und ich werde jetzt eine kleine Lampe einschalten, um das langsame Dunklerwerden des Winternachmittags ein wenig aufzuhellen. Ich werde „Ein Regenschirm für diesen Tag“ aus dem Regal ziehen und wieder einmal meinem Lieblings-Genazino-Roman lesen. jj

 

Wilhelm Genazino, Büchner-Preisträger, Autor zahlreiche Romane. Zuletzt erschien von ihm „Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze“. 

Fr

07

Dez

2018

Kundenfrage des Tages

"Warum steht Tolkien neben Tolstoi?"

Do

06

Dez

2018

www.woertersee-leipzig.de / Unsere Buchhandlung Wörtersee hat jetzt eine eigene Internetseite

 

 

Unser kleiner, feiner Ableger in der Leipziger Südvorstadt, die Buchhandlung Wörtersee im Peterssteinweg 7, hat jetzt eigene Internetseite.

 

Unter www.woertersee-leipzig.de werden wir auch hier regelmäßig über unsere Angebote und unsere Arbeit berichten.

 

Di

04

Dez

2018

Rasch ausgepackt: Ein sehr schönes neues Leipzig-Buch, Sebastian Ringels "Wie Leipzigs Innenstadt verschwunden ist"

Autor Sebastian Ringel mit seinem neuen Buch im Specks Hof/ Foto: P. Hinke
Autor Sebastian Ringel mit seinem neuen Buch im Specks Hof/ Foto: P. Hinke

 

Leipzig-Bücher gibt es viele,  tatsächlich sind aber nicht wenige der in den letzten Jahren erschienenen Titel austauschbar oder allgemeiner Natur. Heute brachte uns der Autor und (in diesem Falle) Verleger Sebastian Ringel einen Glücksfall: "Wie Leipzigs Innenstadt verschwunden ist. 150 verlorene Bauten aus 150 Jahren." ist ein sehr gut gemachtes Buch mit zahlreichen Fotos und überraschend informativen Übersichtskarten. Schön gebunden, 224 Seiten, 19,60 Euro. Es sollte in keiner Leipzig-Sammlung fehlen! Sie bekommen es in unserer Connewitzer Verlagsbuchhandlung im Specks Hof und im Wörtersee im Peterssteinweg 7.

Mo

03

Dez

2018

Helga-Novak-Veranstaltung in der Stadtbibliothek

I
4.12. | 19.00 Uhr /Stadtbibliothek, Veranstaltungsraum,»Franz Dominic Grassi«, EG
    Unterwegs und Zurückgesehnt - Studien zum Werk von Helga M. Novak
Buchpremiere mit Prof. Marion Brandt (Universität Gdańsk); Rita Jorek (Herausgeberin, Leipzig); Andreas Reimann (Schriftsteller, Leipzig) Musikalische Begleitung: Martin Hoepfner (Gitarre) Gemeinschaftsveranstaltung mit der Andreas-Reimann-Gesellschaft e.V./ Eintritt: frei

Die Andreas-Reimann-Gesellschaft lädt zur Präsentation des Tagungsbandes “Unterwegs und Zurückgesehnt”, der anläßlich der im Mai 2017 statt gefundenen Konferenz über die Dichterin Helga M. Novak erschien. Helga M. Novak (1935-2013) war eine bedeutende, aber heimatlose deutsche Dichterin mit einer sehr bewegten Biografie. Sie lebte in Island, den USA, Frankreich, Italien und nach 1990 jahrelang in den polnischen Wäldern bei Lemgau. Die deutsch-polnische Germanistin, Frau Prof. Dr. Marion Brandt von der Universität Gdansk, organisierte und leitete die Konferenz, deren Referate und Beiträge nun in Buchform vorliegen. Sie, sowie Rita Jorek, langjährige Freundin der Dichterin, sowie Andreas Reimann, werden an diesem Abend lesen und ihre Erinnerungen an die Novak mit dem Publikum teilen. Andreas Reimann studierte Mitte der 60-er mit ihr am hiesigen Literatur-Institut “J.R.Becher” und ihre damalige Freundschaft ist in meiner Generation noch heute legendär.

Do

15

Nov

2018

Indie-Buchhandlungen in New York

Heute ein schönes Fundstück, hier auf nachzulesen auf SPIEGEL-ONLINE.

Ines Hielscher: Indie-Buchhandlungen in New York: Für jeden das passende Buch

So

04

Nov

2018

Leipziger Buchpremiere: Ketil Bjørnstad »Die Welt, die meine war«

 

Do 15.11. Telegraph 20 Uhr – Buchpremiere mit Musik / Eintritt 14/10 Euro

 

NUR NOCH HEUTE:

Resttickets und Bücher gibt es in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung im Specks Hof sowie bei Culton-Ticket im Peterssteinweg.

 

Eine Kooperation zwischen dem Osburg Verlag,

dem Jazzclub Leipzig e.V. und.der

Connewitzer Verlagsbuchhandlung

 

Viele wissen es ja, es gibt zwei Avishai Cohens, der eine spielt Bass, der andere Trompete. Ketil Bjørnstads gibt es auch zwei, der eine spielt wundervoll Klavier, der andere schreibt wunderbare Romane, über Europa, Mozart und Munch zum Beispiel. Im Unteschied zu den beiden Cohens sind die beiden Bjørnstads aber ein und dieselbe Person. Und wir beweisen das nun endlich: Anlässlich seines neuen Romans kommt Ketil Bjørnstad, dieser große Mann, der solch eine Ruhe und bescheidene Über-allen-Dingen-Stehenheit ausstrahlt, wie es nur die ganz Großen können, die niemandem mehr irgendwas beweisen müssen, in den Telegraph. Er wird Klavier spielen, am Anfang und Ende des Abends, zwischendurch wird Uli Steinmetzger (Jazzexperte und Bjørnstad-Lektor) ihm ein paar ausgefuchste Fragen stellen, und gelesen wird natürlich auch, nicht alle 834 Seiten, aber schon einige. Und das Allerbeste: »Die Welt, die meine war. Die sechziger Jahre« ist erst der Anfang. Bjørnstad widmet jedem Jahrzehnt seines Lebens einen Roman. In Norwegen sind die ersten drei schon erschienen, und alle Bestseller. Lernen wir also den jungen Ketil kennen, zwischen dem Kaltem Krieg, der Mondlandung und den Beatles – und freuen wir uns auf ein  Wiedersehen!

 

Eine Kooperation zwischen dem Jazzclub Leipzig e.V., dem Osburg Verlag und der Connewitzer Verlagsbuchhandlung.

Do

01

Nov

2018

Deutscher Buchhandlungspreis 2018 - Wir wurden ausgezeichnet!

Die Preisverleihung 2018 erfolgte in Kassel durch die Staatsminsiterin Monika Grütters / Foto: Karsten Dehler
Die Preisverleihung 2018 erfolgte in Kassel durch die Staatsminsiterin Monika Grütters / Foto: Karsten Dehler

 

Zum vierten Mal wurde von der Kulturstaatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, der Deutsche Buchhandlungspreis vergeben. Wir freuen uns sehr, wie schon in den Jahren 2015 und 2016, mit unserer Connewitzer Verlagsbuchhandlung und dem angeschlossenen "Wörtersee" zu den Preisträgern zu gehören. 

 

 

In der ersten Ausschreibung des Preises, der u.a auch durch eine Initiative der Kurt-Wolff-Stiftung entstand, hieß es: "Kleine, inhabergeführte Buchhandlungen sind unverzichtbar für die Vielfalt unserer Buchkultur. Jenseits von Bestsellerlisten präsentieren sie auch solche Bücher und Autoren, die abseits vom Mainstream Aufmerksamkeit verdienen. Oft ist ihr Angebot auf ganz spezielle Themen und Fachbereiche ausgerichtet. Und nicht zuletzt finden die Leser hier kompetente Beratung im persönlichen Gespräch. Genauso wichtig sind Buchhandlungen auch für unser umfangreiches Verlagswesen. Und vor allem sind sie ein Ort für kulturelle Begegnung und Beteiligung. Über alle Altersgruppen hinweg regen sie mit Lese- und Kulturveranstaltungen zum Austausch über Literatur an.

 

Lokale Buchhandlungen sind damit geistige Tankstellen unserer Kulturlandschaft!

 

Sie für den Wettbewerb mit digitalen Angeboten zu stärken, das ist Ziel der Kulturpolitik des Bundes. Mit dem Deutschen Buchhandlungspreis, der im Jahr 2015 erstmals vergeben wurde, setzt die Bundesregierung ein Zeichen für den Erhalt eines flächendeckenden Netzes an Buchhandlungen in Deutschland. Der Preis würdigt besonderes kulturelles Engagement oder innovative Geschäftsmodelle und führt damit den gesellschaftlichen Wert der lokalen, inhabergeführten Buchhandlung vor Augen."

 

Aus Leipzig wurde in diesem Jahr außer uns die Buchhandlung Grümmer für den Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet Herzlichen Glückwunsch auch an die Kolleginnen und Kollegen!

 

Fr

26

Okt

2018

31.10.: "Unsre" Gaffeeganne 2018

Vor nunmehr 20 Jahre erblickte der Rezitationswettbewerb der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V., „De Gaffeeganne“, das Licht der Bühnen in Leipzig. Grund genug dies zu feiern und die besten Rezitatoren, Texte, Sketche und Episoden auf die Bühne des Kabarett-Theaters SANFTWUT zu bringen.
Natürlich sind auch wieder alle Lene-Voigt-Interpreten, die sich mit einem Text in sächsisch oder auch in hochdeutsch versuchen wollen, herzlich eingeladen. Mit einem bunten Programm bringen wir also „unsre Lene“ auf die Bühne, wollen uns erinnern, aber auch nach vorn blicken.

 

Ein wunderbares Programm wird es sein, mit Lene-Voigt-Texten in Sächsisch und Hochdeutsch, ohne zwingenden Wettbewerbsgedanken, denn: Alle wollen wir in diesem Jahr Gewinner sein, eine wunderbare Überraschung ist jedem Teilnehmer natürlich gewiss. / Termin 31.Oktober 2018 im Kabarett-Theater Sanftwut / Beginn: 17.00 Uhr / Eintritt: 7,00 EURFür Mitglieder der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.ist der Eintritt frei.- Die Connewitzer Verlagsbuchhandlung unterstützt aktiv die Lene-Voigt-Gesellschaft. www.lene-voigt-gesellschaft.de

Mo

22

Okt

2018

24.10. im Literaturhaus Leipzig: Wolf Biermann, Roland Berbig, Thomas Dehler, Ingrid Sonntag - Ein Abend für Hubert Witt

Hubert Witt war, auch als Initiator des Leipziger Literarischen Herbstes, ein geistiger Brückenbauer; anlässlich seines zweiten Todestages erinnert die Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft an den Freund und Kollegen. "Ohne ihn wären wir alle geistig verdurstet", schrieb der Liedermacher Wolf Biermann, der an diesem Abend im Literaturhaus Leipzig zu Gast sein wird, über den Freund und dessen Wirken im Literaturbetrieb. Der Dichter und Liedermacher Wolf Biermann, die Germanistin Ingrid Sonntag und der Literaturhistoriker Roland Berbig sprechen am 24. Oktober 2018 im Literaturhaus Leipzig über das Lebenswerk Hubert Witts. Beispielgebend sind zwei Bücher aus dem Leipziger Reclam Verlag: 1983, vor 35 Jahren, kam hier "Stimme Stimme" von Wolfgang Hilbig heraus. Hilbig, der als Autor von der Obrigkeit der DDR zum "Außenseiter und Rowdy mit antisozialistischer Haltung" (Abt. Kultur im ZK der SED) gestempelt worden war, unterstand, wie Lektor Witt, in der mehr als vierjährigen Zusammenarbeit der kritischen, ja feindseligen Aufsicht auch im Verlag. Jahre zuvor war Witt mit seiner Sammlung jiddischer Dichtung aus Polen "Der Fiedler vom Getto" (1966) eine wahre Pioniertat gelungen, die in Ost und West großes Aufsehen erregte. - Eine berührende menschliche Stimme nach dem Holocaust und den antisemitischen Kampagnen in Polen seit 1945, im Vorfeld der Proteste von 1968 in Osteuropa.

 

 

Der Schauspieler Thomas Dehler liest Texte von Hubert Witt, Wolfgang Hilbig u.a. sowie Dichtung aus dem Jiddischen. Die Veranstaltung findet im 22. Leipziger Literarischen Herbst statt, dem Festival, das Hubert Witt 1991 begründete.

 


35 Jahre "Stimme Stimme" - Ehrung für Hubert Witt
24. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Literaturhaus Leipzig, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

 

Eintritt 7,- / 4,- Euro / Mitglieder der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft frei

 

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Stadt Leipzig,
den Verband deutscher Schriftsteller in verdi, Landesverband Sachsen / Kulturwerk deutscher Schriftsteller, das Literaturhaus Leipzig und durch uns, die Connewitzer Verlagsbuchhandlung

 


Ohne Hubert Witt wären wir alle geistig verdurstet  – Wolf Biermann über Hubert Witt im Juni 2005 –

Mo

01

Okt

2018

Kerstin Preiwuß erhält den Eichendorff-Literaturpreis 2018

 

"Eine Dichterin, die auch Romane schreibt" - so titelt heute die Schwäbische Zeitung zur gestrigen Eichendorff-Preisverleihung an Kerstin Preiwuß.

 

Hier ein Link zum ganzen Artikel.

 

Weitere Beiträge zu Kerstin Preiwuß hier...

 

Fr

21

Sep

2018

Wir sind Stadtradler! - 20.820 Kilometer!

21 Tage Stadtradeln liegen hinter uns. Fahrrad statt Auto hieß das Motto und es waren schöne und spannende Renntage, die auch mal eine Extratour zum See, übers Land oder eine Nachtrunde mehr in der Stadt bescherten./ Hier der offizielle Endstand 2018/ Elmar Velociped ist Sieger der 1., der 2. und auch der 3. Etappe und führt soverän das Feld der 151 Radler an. /  Momentaner Endstand des CVB-Raketa-Teams nach 21 Tagen: 1. Elmar Velociped mit 857 Kilometern 2. Ulrike Longo mit 533 Kilometern 3. Reinhard Bohse mit 420 Kilometern 4. Silberpfeil Karin mit 397 Kilometern 5. Taz-Rad mit 386 Kilometern /(außerhalb der Wertung, da bereits im Humanitas-Team gelistet: Maik Töpfer mit 305,4 Kilometern/ 6. Oskar mit 260 Kilometern 7. Peter Diamant mit 238 Kilometern   8. Silka Viner mit 234 Kilometern 09. stefek_na_rowerze mit 225 Kilometern 10.Traudel Bohse 218 Kilometer 11.Sabine Holdt mit 210 Kilometern 12. Martina mit 204 Kilometern 13. Hofnarr 185 Kilometer 14. Apfelpfannkuchen mit 176 Kilometern 15. Frau Kilometer mit 162 Kilometern 16. Linus mit 161 Kilometern 17. Jule Cruiser mit 154 Kilometern 18. Anna K. mit 144 Kilometern, 19. The Colour of Spring mit 132 Kilometern. Nachwuchswertung (U14): 1. Julimeter mit 68 Kilometern, 2. Leo mit 63 Kilometern 3. Lysander mit 55 Kilometern 4. Anna Holdt und Flora mit je 48 Kilometern / Wir haben abschließend mit 32 Raketa-FahrerInnen 5.548 Kilometer erradelt, das ist ein Schnitt von 173,37 Kilometern. / Das gemeinschaftliche Humanitas/Raketa-Team hat mit 151 FahrerInnen 20.820 km auf dem Tacho, das ist der 10. Platz bei 425 Teams in der Gesamtwertung!

Hier noch einige schöne Bilder vom Stadtradelauftakt am vergangenen Freitag im Humanitas-Kindergarten "Hand in Hand". Die Kinder drehten die ersten Runden im Friedenspark! / Bildrechte: Kindergarten Hand in Hand.

 

 

mehr Informationen

 

hier...

 

 

 

Links zu sehen: Unser Starterschild, welches mit freundlicher Unterstützung

von Jochen Busch. Julius Otto Hinke und der Buchbinderei Dettlaff gefertigt werden konnte.

 

Fr

07

Sep

2018

Heute zum Passagenfest 2018

Gestern war in der Moritzbastei Ausstellungseröffnung und Buchpremiere von "Herr Tod will sterben"! - Heute ist Passagenfest -

und wie auch in den Vorjahren sind wir auch in diesem Jahr mit dabei.

Wir präsentieren uns im Specks Hof bis gegen Mitternacht. Ab 20 Uhr signieren Susann Hesselbarth und Jörg Jacob ihr neues Buch "Herr Tod will sterben". Sie sind herzlich willkommen!

Mo

27

Aug

2018

Indiebooks! Gerhard Gundermanns Poesiealbum im Märkischen Verlag

 

Zu den unabhängigen kleinen Verlagen, die wir vertreten, gehört auch der Märkische Verlag, ein "Einmannunternehmen" aus Wilhelmshorst in der Nähe von Potsdam, welches seit 2007 das 1967 von Bernd Jentzsch begründete legendäre Poesiealbum fortsetzt und sehr regelmäßig neue Veröffentlichungen in die Welt bringt.

 

Unlängst erschienen ist hier das Poesiealbum von Gerhard Gundermann, dessen Lebenbild-Verfilmung von Andreas Desen jetzt in den Kinos läuft. Einen Querschnitt durch die letzten Veröffentlichungen des Poesiealbums finden Sie in unserer Buchhandlung Wörtersee im Peterssteinweg, die auch das "Poesiealbum Neu" (Herausgegeben von der Leipziger Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.), antiquarische Exemlare des DDR-Poesielalbums und die verwandten "Poetischen Bögen" führt.

 

http://www.poesiealbum-online.de

http://poesiealbum.info/poesiealbum.html

 

Indiebook-Verlage bei uns... 

Mi

15

Aug

2018

Stadtradeln 2018 - Wir sind dabei und suchen noch MitfahrerInnen!

Bild: König der Radfahrer © 2016 Otto Hinke
Bild: König der Radfahrer © 2016 Otto Hinke

Wie schon in den beiden vorangegangen Jahren beteiligen wir uns auch 2018 beim Stadtradeln, welches vom 31.08. bis zum 20.09.18 stattfindet. Hier versuchen die Teams innerhalb von drei Wochen, so viele alltägliche Wege wie möglich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die zusammengeradelten Kilometer werden online in einen Radelkalender eingetragen. Unter den besten 50 Teams werden vier Mal 250 Euro verlost. Im Jahr 2017 konnten die Leipziger mit 1,35 Millionen Radkilometern den 1. Platz im bundesweiten Städtevergleich erradeln.

 

Seit dem Jahr 2009 beteiligt sich Leipzig regelmäßig an dem bundesweiten Wettbewerb für eine fahrradfreundliche und klimagerechte Stadt. Die Klimaschutzkampage des Klima-Bündnis e. V. wird in Leipzig vom Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e. V. in enger Kooperation mit der Stadtverwaltung organisiert.

 

Das Radteam unserer Connewitzer Verlagsbuchhandlung und des angeschlossenen Wörtersees fährt wieder als CVB Raketa und kooperiert wie 2016 und 2017 mit dem Team der "HUMANITAS gGmbH", in dessen Wertung unsere Kilometer aufgenommen werden. Die Leipziger HUMANITAS betreut insbesonders Kinder mit den unterschiedichsten Handicaps therapeutisch und pädagogisch und betreibt u.a.auch in Leipzig Integrationskindertagesstätten, wie zum Beispiel den Kindergarten "Hand in Hand". Gern unterstützen wir diese Arbeit!

 

Wir suchen nun für unser CVB-Raketa-Team noch Mitradler, die uns für unsere Teamwertung ihre im Alltag zurückgelegten Kilometer des Zeitraumes 31.08.18 bis 20.09.18 melden und so mit uns am Wettbewerb teilnehmen. Wir führen wie in den Vorjahren eine eigene Teamwertung (insgesamt kamen wir 2017 auf 3.696 Kilometer) und ehren alle unsere TeilnehmerInnnen nach dem Wettbewerb. Der Sieger erhält wie im Vorjahr eine große Bonbonniere, welche feierlich übergeben wird.

 

Alle, die in der Stadt Leipzig wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, können beim STADTRADELN mitmachen. Wer Lust hat mit uns zu radeln, der meldet sich gern unter der E-Mail-Adresse woertersee@hotmail.de bei Peter Hinke / Rennleitung CVB Raketa.

 

Di

07

Aug

2018

Zeit für Eskapaden

Foto:  © Sylvia Pollex / www.sylviapollex.de
Foto: © Sylvia Pollex / www.sylviapollex.de

 

Zack, die Ferienzeit ist nun vorbei!

 

Wer aber noch Ausflugslust verspürt, dem seien die 52 Eskapaden von Sylvia Pollex als Reiseinspiration empfohlen.Abtauchen ins kühle Nass, der Besuch schöner Kuchengärten oder das Schnuppern von Nordseeluft in Sachsen-Anhalt.

 

 

 

 

Wir verlosen ein von der Autorin signiertes Exemplar des wunderbaren Buches. Wer es gewinnen möchte, beantworte bitte die Frage, in welchen See der Olympiasieger im Freestyle-Wasserspringen von 2016 hier abtaucht (Antwort bitte bis zum 31. August 2018 an woertersee@hotmail.de, Kennwort: Eskapaden) 

 

52 kleine & große Eskapaden in und um Halle und Leipzig

Text und Fotos: Sylvia Pollex und Thomas Rötting / 232 Seiten, 310 Abbildungen / 14,99 Euro

erschienen im DuMont Reiseverlag / ISBN 978-3-7701-8074-5

 

Ergänzung vom 02.09.2018: Richtig ist der Kirchbruch-See, der an der Bergkirche in Beucha zu finden ist. Der oder die GewinnerIn bekommt schnell eine Benachrichtigung! Vielen Dank fürs Mitmachen!

 

Sa

23

Jun

2018

Indiebooks: Wir präsentieren den Binooki Verlag - Türkische Literatur in deutscher Sprache

 

56 Independentverlage bei uns!  Mehr dazu hier

 

Eine Einladung in die türkische Literaturlandschaft

 

In den Sommermonaten präsentiert sich der binooki-Verlag in unserem Wörtersee im Peterssteinweg 7. Der Frühling ist eine prima Reisezeit. Für alle, die es trotz aller Feiertage nicht über die Stadt- oder Landesgrenze schaffen, wartet bei uns eine Auswahl der schönen Bücher des kleinen Berliner Independent –Verlages. Für den Blick über den Tellerrand, zum Entdecken klassischer Autoren und neuer Stimmen aus der Türkei.

 

 

Binooki wurde 2011 in Berlin von zwei aus Pforzheim stammenden Schwestern und Töchtern türkischer Einwanderer gegründet: Inci Bürhaniye und Selma Wels, geb. Bürhaniye. Der Name binooki leitet sich von dem türkischen Wort binokl ab, das den Zwicker, eine historische Lesehilfe mit zwei Gläsern, beschreibt. Zur optischen Hervorhebung des englischen Wortes „book“ in der Wortmarke wurde ein zweites „o“ hinzugefügt.

 

Der Verlag beabsichtigt, ein Bild der Türkei abseits von Klischees zu zeigen, ein Bild der modernen Türkinnen und Türken, das hierzulande nicht nur seit der aktuellen politischen Situation so häufig unterzugehen scheint. Auch wenn ihr Motto „Achtung! Klischeefreie Zone“ primär für die Literatur an sich steht, ist die Arbeit des Verlags immer auch eine politische, spätestens seit die Gezi-Anthologie 2014 erschienen ist. Und so ist binooki bemüht, vor allem auch jenen Autoren und Autorinnen Gehör zu verschaffen, die in der Türkei momentan keine Öffentlichkeit finden, weil sie sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. 2013 erhielten die beiden Verlegerinnen den Kurt-Wolff-Förderpreis, der die Arbeit unabhängiger Verlage unterstützt, 2017 den Kairos-Preis der Alfred Toepfer Stiftung, der den Einsatz in interkulturellen Austausch würdigte.

 

Neu erschienen im binooki-verlag ist dieses Frühjahr die Familiengeschchte von Michael Asderis. „Das Tor zur Glückseligkeit“. Der Titel trägt den alten Namen für die Stadt Istanbul. Generationen von Menschen haben dort als Einwanderer ihr Glück gesucht, als es noch Konstantinopel genannt wurde. Michael Asderis berichtet von einer Zeit, die fast vergessen scheint: eine Zeit, in der in Istanbul multiethnisches und –religiöses Zusammenleben an der Tagesordnung war. Der Autor beschreibt in diesem Debüt die Geschichte seiner Familie über vier Generationen, von 1848 bis 1964 in Istanbul und stellvertretend die fast vergessene Geschichte der christlichen Minderheiten in der Türkei. Mündliche Überlieferungen, seine eigenen Erlebnisse, historische Quellen und Augenzeugenberichte ergeben zusammen eine spannende und anschauliche Schilderung der Geschichte dieser Familie, die exemplarisch für die Geschichte heutiger Zwangsmigrationen stehen kann.

 

https://www.binooki.com

 

56 Independentverlage bei uns!  Mehr dazu hier

 

Mi

20

Jun

2018

Lesungs- und Buchtipp: "Der Osten ist eine Kugel"

 

25.06.2018 – Leipzig, Deutsches Literaturinstitut, Beginn: 19 Uhr

Dirk Suckow und Stephan Krause

(Moderation: Ulrich Brieler)

 

Fußball in Osteuropa

Als herausragende Fußballregion ist das östliche Europa noch wenig bekannt. Dies zu ändern, haben sich Historiker, Kunsthistoriker, Literaturwissenschaftler und Zeitzeugen zusammen aufs Spielfeld begeben. Dort gehen sie den Verbindungen von Fußball mit Geschichte und Gesellschaft, Literatur und Kunst sowie Architektur und Film nach. Sie zeigen ihr Können vom Denk-Anstoß bis zur Steilvorlage. Gemeinsam mit ihnen spielen Autoren aus acht Literaturen des östlichen Europa Doppelpässe. Denn zugleich enthält der Band eine kleine Anthologie mit bislang unveröffentlichten oder erstmals auf Deutsch erscheinenden Texten. Sie stellen den Fußball vor, lassen ihn spielen und sprechen. In reicher Bebilderung erscheinen Tore und Fußballerikonen, Tribünen und Stadien, Licht und Schatten des Fußballs in dieser Region. Die sportlichen Zielpunkte könnten attraktiver nicht sein: die Champions-League-Finals der Frauen und Männer in Kiew und die Fußball-WM 2018 in Russland. Wenn also der Osten eine Kugel ist, geht dort die Sonne auf.

 

Der Osten ist eine Kugel .  
Fußball in Kultur und Geschichte des östlichen Europa .   Herausgegeben von Stephan Krause, Christian Lübke und Dirk Suckow /  492 Seiten /. 180 Abbildungen / 978-3-7307-0388-5 Verlag  Die Werkstatt GEB 29.90 EUR       

Die Herausgeber des Buches scheuten keine Mühen und entdeckten auch abseits der Spielfelder eindrucksvolle Zeugnisse von der Macht des runden Leders. Folgende Bilder (Bildrechte: Stephan Krause / Dirk Suckow) entstanden im Zusammenhang mit der Arbeit am Buch:

Di

19

Jun

2018

Tipp zur "Langen Nacht der Wissenschaften": Lesung und Empfang im Leipziger Dubnow-Institut

Lange Nacht der Wissenschaften »Der Untergang steht am Fenster und lauscht«

Der Dichter Werner Kraft (1896–1991)  / Freitag, 22. Juni 2018 / 19:30–20:00 Uhr Einführung Sylvia Asmus und Nicolas Berg / 20.30–22 Uhr Lesung Joachim Kalka und Hanns Zischler / Anschließend: »Jüdische Geschichte & Kultur«. Magazin-Release anlässlich des Erscheinens von Heft 2 (2018). In Kooperation mit dem Metropol Verlag.

 

Ort: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Goldschmidststraße 28, 04103 Leipzig / Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek, Deutsches Exilarchiv 1933–1945.

Do

14

Jun

2018

Unsere "Geschichten ohne festen Wohnsitz" zu Gast bei den Stelzenfestspielen 2018

Die legendären "Stelzenfestspiele bei Reuth" stehen bevor! Wer die vogtländische Festspielluft schon einmal geschnuppert hat, der mag sie nicht mehr missen, ob nun Vogtländer oder von weiter her aus Dresden, Leipzig, Berlin oder direkt aus der Ferne aus Hamburg, München, Köln oder Wien. Neben Landmaschinensinfonie, edlen Klängen zur Notdurft und Konzertwanderungen werden in diesem Jahr auch unsere Geschichten ohne festen Wohnsitz mit dabei sein. Zeichnungen zu den Erzählungen „Camus und die Eintagsfliege“ sowie „Hühnergott“ von unserem Autor Jörg Jacob (Leipzig), gezeichnet von Susann Hesselbarth und Phillip Janta ( beide Leipzig) werden vom 22. bis 24. Juni im Rahmen der Stelzenfestspiele gezeigt. Die Ausstellung wird am Freitag, 22. Juni 2018, Schlag Mitternacht in der Dorfkirche Stelzen eröffnet. Am Büchertisch kann man alle Titel der Reihe erwerben.


http://www.stelzenfestspiele.de / Stelzenfestspiele Bei Reuth e.V. / Stelzen Nr. 1 / 07922 Tanna

 

Mi

13

Jun

2018

Heute: Elmar Schenkel "Nietzsche in der Welt"

Ort:HS 1 des Hörsaalgebäudes der Leipziger Universität, 19.00 Uhr (Universitätsstraße 1, 04109 Leipzig).

 

Ausgehend von Röcken: Nietzsches Wirkung in der Welt

In Röcken wurde Nietzsche geboren, hier liegt sein Grab. Es wird das Jahr über von vielen Menschen aus der ganzen Welt besucht: aus Indien wie Südamerika, China, Frankreich, Russland, Australien. Warum kommen diese Menschen, was verbinden sie mit Nietzsche? Ausgehend von solchen Begegnungen, die der Referent als Museumswärter in Röcken macht, geht es in die Welt. Wie wurde und wird der deutsche Philosoph in der englischsprachigen Welt, in Russland, Frankreich oder Italien und China diskutiert, welches Bild machen sich die verschiedenen Kulturen von ihm? Eins steht fest: es gibt nicht den einen Nietzsche, jede Epoche, jedes Land, ja jedes Individuum macht sich den Nietzsche, den es braucht. Insofern können wir einiges über andere Kulturen lernen, indem wir uns ihren Nietzsche anschauen. - Prof. Dr. Elmar Schenkel ist Professor für Englische Literaturwissenschaft an der Universität Leipzig. Er ist Gründungsmitglied im Nietzsche Verein Röcken und dort auch als Museumswärter tätig.

Fr

08

Jun

2018

Andreas Reimann liest in Halle

 

Der von uns verehrte Dichter Andreas Reimann, von dem es nun auch ein "Poesiealbum" gibt,  liest am Samstag, 9. Juni 2018, 19 Uhr, im Grünen Salon des Literaturhauses Halle, Bernburger Straße 8/  Eintritt: 8 bzw. 5 Euro.

 

links: Poesiealbum 336: Andreas Reimann,

erschienen im Märkischen Verlag und natürlich auch bei uns erhältlich für 5,00 Euro

 

Den Umschlag ziert eine Grafik des Künstlers Andreas Reimann, "Der trauernde Tod" (1968), deren Original jahrzehntelang in den Akten des MfS lag und seinerzeit Gegenstand der staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen "staatsgefährdener Hetze" war.

 

Do

07

Jun

2018

Wir müssen aufklären! - Patrick Hutsch im Börsenblatt zu falschen Vorstellungen über die Preisbindung

Die Monopolkommission hat der Bundesregierung eine Abschaffung der Buchpreisbindung empfohlen. Aus gegebenem Anlaß geben wir hier einen kurzen Verweis auf einen Artikel von Schöffling-Verlagsleiter Patrick Hutsch zum Thema Preisbindung, nachzulesen hier in der Onlineausgabe des Börsenblatt des Deutschen Buchhandels

 

Wir selbst - als Buchhändler dieser Tage von MDR Aktuell um ein Statement gebeten - sehen das angedrohte Szenario einer fehlenden Buchpreisbindung so: Die großen Buchhandlungsketten und natürlich auch der maßgebliche Onlinehändler Amazon würden wohl zunächst über Rabattschlachten den Markt neu aufteilen, auf der Strecke würden hier die meisten mittlelgroßen und viele kleinere Händler bleiben. Langfristig würden nur noch wenige Einzelkämpfer neben den 4-5 Großanbietern bestehen. Letztlich würde es auch massiv die kleineren Verlage betreffen, die ja bei einem großen Buchhandlungssterben keine unabhängigen Abnehmer mehr hätten. Und es ist ja kein Geheimnis, daß bereits heute die Buchhandlungsketten die Bestsellerproduktion zu größeren Teilen über "Eintrittsgelder" in Form von eingeforderten Werbekostenzuschüssen lenken, weshalb man auch bei diesen Buchhändlern immer wieder die Bücher gleichgearteter Verlage an den Kassenbereichen sieht. Eine Aufhebung der Preisbindung würde zu einer Monokultur führen, viele Projekte wären nicht mehr möglich. Top-Ten-Titel wären wohl billiger zu haben, schwierigere Editionen entweder sehr teuer oder eben überhaupt nicht mehr zu finanzieren. Es gäbe keine Vielfalt mehr auf dem Buchmarkt.

 

In "Buchangelegenheiten" haben wir mit der Staatsministerin Monika Grütters eine starke und engagierte Fürsprecherin, die selbst der aktuellen Empfehlung der Monopolkommission kritisch  entgegensteht. Und der Hintergrund dieser Empfehlung ist, wenn man sich die Begründung dieser Kommission anschaut, auch wieder einmal vorrangig von  EU-Interessen geprägt, die ja nicht immer einen Bezug zum praktischen Leben haben.

 

 

Mi

06

Jun

2018

Bernd Schirmer wird für den Roman "Silberblick" mit dem Kammweg-Literaturpreis 2018 geehrt

Herzlichen Glückwunsch! Unser Autor Bernd Schirmer bekommt am kommenden Wochenende für seinen Roman "Silberblick" den Kammweg-Literaturpreis.

 
Die Preisträger des diesjährigen Literaturpreises „Kammweg“ des Kulturraumes Erzgebirge-Mittelsachsen sind ausgewählt. Eine 5-köpfige Fachjury entschied über 21 Werke, die entsprechend der Ausschreibung thematisch elementar auf das Erzgebirge Bezug nehmen oder von Autoren und Autorinnen stammen, die ihren Hauptwohnsitz im Erzgebirge haben – was sich bei den Einsendungen nahezu die Waage hielt. Alle Bücher entstanden im Zeitraum November 2014 bis Oktober 2017, und es handelte sich bei den Einreichungen vor allem um Romane und Erzählungen.
Nach Auskunft des Juryvorsitzenden, dem Leipziger Schriftsteller Ralph Grüneberger, hatten die Jurymitglieder einstimmig einen Hauptfavoriten. Bernd Schirmer wird für sein Buch „Silberblick“ den Hauptpreis erhalten. Geboren 1940 in Leipzig, wuchs der Autor im erzgebirgischen Scheibenberg auf, bis er Germanistik und Anglistik in Leipzig studierte. Der seit 1991 freischaffende Autor erzählt in „Silberblick“ humorvoll die Geschichte einer Freundschaft in den 60er Jahren der DDR. Das Besondere daran ist, es ist keine Täter-Opfer-Konstellation, sondern vielmehr ein „schräger Blick“ auf die z.T. absurde DDR-Wirklichkeit und ihre formelle Stagnation. „Silberblick“ ist ein unterhaltsames Buch, in dem sich alle wiederfinden können, die unbeschadet aus dem System herausgekommen sind. Die Geschichte spielt zu weiten Teilen im Erzgebirge. Mehr zum Preis erfahren Sie hier.

Mo

04

Jun

2018

Karin Wieckhorst: Eröffnung der Ausstellung "Begegnungen/Encounters" im Leipziger Museum der Bildenden Künste

Die Leipziger Fotografin Karin Wieckhorst zeigt vom 06.06.2018 bis 02.09.2018 im Leipziger Museum der Bildenden Künste ihre Fotoausstellung "Begegnungen/Ecounters". Eröffnung ist am 05.06.2018, 18 Uhr.

 

Karin Wieckhorst, deren 1991 erschienener Fotoband "Ostberlin" unsere erste eigene Verlagsveröffentlichung war, machte im Laufe der Jahre u.a. auch viele Portraits im Rahmen unserer Autorenlesungen, die teilweise in unserer Buchhandlung im Specks Hof zu sehen sind. Ihre mittlerweile berühmten Bilder von der Sprengung der Leipziger Universitätskirche finden man u.a. auch auf dem Umschlag und im Buch von Harald Fritzsch: "Flucht aus Leipzig."  

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Do

31

Mai

2018

Lesungstipp: Heute in der Leipziger Buchhandlung Drift: Manja Präkels und Markus Liske in einer Doppelveranstaltung

Heute werben wir einmal für die Buchhandlung Drift. Die Kollegen laden heute ein zu einer Doppellesung: Do. 31.05.18 20:15 Leipzig, Cineding: Was hat uns bloß so ruiniert? /  -Zwei junge Menschen taumeln von Schockerlebnis zu Schockerlebnis in die 90er-Jahre.Im Roman von Manja Präkels erlebt Mimi in der brandenburgischen Provinz den Naziterror in all seiner Ausweglosigkeit. Der Westdeutsche Max findet in Markus Liskes Roman keine Antwort auf den Selbstmord seines besten Freundes und lässt sich ins hedonistische Berliner Nachtleben fallen.In ihren Romanen „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ und „Glücksschweine“ haben Manja Präkels und Markus Liske den Wendebruch und die folgenden Jahre aus unterschiedlicher Perspektive erlebt: hier ostdeutsch, da westdeutsch.In der gemeinsamen Lesung zeigen sie Facetten dieser Zeit auf. Einer Zeit der alltäglichen Gefahren und der kontinuierlichen Zunahme nationalistisch-völkischer Bestrebungen. Einer Zeit ohne Zukunftsversprechen und fortschreitender sozialer Entsolidarisierung. Die Basis unserer heutigen Gesellschaft entstand.

 

drift // Karl-Heine-Str. 83 // 04229 Leipzig //

Mi

30

Mai

2018

Heute vor 50 Jahren wurde die Leipziger Universitätskirche gesprengt - Harald Fritzschs Buch "Flucht aus Leipzig" erzählt vom Widerstand


Harald Fritzsch:

Flucht aus Leipzig / Eine Protestaktion und ihre Folgen 

 

Kleine Leipziger Bibliothek" / 176 Seiten, schön gebunden / Mit Fotografien von Karin Wieckhorst und einem von Thomas Mayer geführten Interview mit dem Autor. / 978-3-937799-71-1 / 16,-

 

Leipzig, 1968: Die DDR-Staatsführung unter Walter Ulbricht lässt die Paulinerkirche, eines der wichtigsten historischen Gebäude der Stadt und Treffpunkt der DDR-Opposition, in einem Akt von Willkür sprengen. Harald Fritzsch, Physikstudent, will dagegen ein Zeichen setzen. In einer spektakulären Aktion entrollt er ein Protesttransparent auf einer internationalen Großveranstaltung. Die Stasi veranlasst daraufhin eine Großfahndung. Fritzsch plant nun seine Flucht. Mit einem Faltboot will er von Bulgarien über das Schwarze Meer in die Türkei entkommen.Harald Fritzsch, mittlerweile ein renommierter Physiker, zeichnet ein authentisches Bild der DDR in den späten sechziger Jahren, er berichtet vom Widerstand gegen das Regime und erzählt die Geschichte seiner waghalsigen Flucht./ Umschlagfoto: Karin Wieckhorst / Mehr zum Buch hier:

Di

08

Mai

2018

Kerstin Preiwuß erhält Lyrikpreis Meran

Und noch ein Preis! Kerstin Preiwuß, die in diesem Jahr auch mit dem Eichendorff-Literaturpreis geehrt wird, erhält nun auch den Südtiroler Literaturpreis Meran, der mit 8.000 Euro dotiert ist und aller zwei Jahre von der Stadt Meran und der Südtiroler Landesregierung vergeben wird. Herzlichen Glückwünsch!

 

Mehr zu Kerstin Preiwuß finden Sie hier...

Mi

02

Mai

2018

Lene Voigt hat Geburtstag!

Mittwoch, 02.05.2018: Lenes 127.Geburtstag, - Die Lene-Voigt-Gesellschaft lädt ein:

14.30 Uhr Südfriedhof Treff: Eingang Völkerschlachtdenkmal / ab 15:30 Kaffeekabinett Lene Voigt. mehr Informationen hier...

Do

22

Mär

2018

Kerstin Preiwuß bekommt den Eichendorff-Literaturpreis 2018

 

Wir freuen uns heute sehr über die Vergabe des Eichendorff-Preises 2018 an Kerstin Preiwuß!

 

Der Eichendorff-Preis, der zu den renommiertesten deutschen Literaturpreisen gehört, wird jährlich vom Wangener Kreis verliehen, Preisträger waren bislang u.a. Michael Krüger, Christoph Hein, Günter de Bruyn, Wulf Kirsten, Reiner Kunze, Peter Härtling und Peter Huchel.

 

Die Jury begründet die Preisvergabe wie folgt:“Kerstin Preiwuß gibt in ihren Werken Nachricht von vergessenen Orten, von brüchigen Leben, von Herkunft, Verlust und dem, was zu hoffen ist. Sparsam und unmittelbar, auf das scheinbar allgemein Gültige zielend, manchmal voller Geheimnis, so verwandelt die Autorin Wahrnehmung und Denken in Worte und Sätze, die tragen und so das Fundament legen für ein Haus aus Sprache, in dem die Fenster weit offen sind – vor allem mit Blick für den Osten Europas.”

 

Mit ihrem Debütband "nachricht von neuen sternen", der 2006 in der Connewitzer Verlagsbuchhhandlung erschien, wurde hier die "Edition Wörtersee" begründet, in der bislang u.a. Bücher von Ulrike Almut Sandig, Mara Genschel, Marlen Pelny und Andreas Reimann publiziert wurden. Von 2010 bis 2012 war Kerstin Preiwuß Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift "Edit". 2012 erschien ihr zweiter Gedichtband "Rede" im Suhrkamp Verlag, der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in die Liste der Lyrikempfehlungen des Jahres aufgenommen wurde. Sie erhielt hierfür auch den Mondseer Lyrikpreis. 2014 erschien ihr Romandebüt "Restwärme" im Berlin Verlag, dem mittlerweile weitere Bücher folgten. Zuletzt war sie mit dem Roman "Onkalo" für den Deutschen Buchpreis 2017 nominiert.

 

Liebe Kerstin, herzlichen Glückwünsch!

 

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"nachricht von neuen sternen" kann hier bestellt werden:

 

Mo

19

Mär

2018

Leipziger Buchmesse-Nachlese 2018

2018 leider vernachlässigt: Der sonst so geliebte Eisautomat der Messehalle 5
2018 leider vernachlässigt: Der sonst so geliebte Eisautomat der Messehalle 5

Dies war eine Messe, über die man noch sehr lange sprechen wird. Da war zunächst im Vorfeld die Sorge, ob politische Auseinandersetzungen die Veranstaltung bestimmen werden. Ja, es gab Rangeleien und unschöne Szenen und die Aussteller der Halle 3 waren sicher nicht amüsiert über die rechte Nachbarschaft mit starker Polizeipräsenz. Wie damit umgehen? Wir werden diese Diskussionen weiterführen, so wie auch die über Uwe Tellkamp und über die Möglichkeiten, die man hat, wenn man mit der Meinungsäußerung eines anderen nicht übereinstimmt. Diesen Gesprächen, die ja mittlerweile fast überall zu Hause sind und auch beim Besuch von Onkel und Tante das Familienfest bestimmen, können wir uns natürlich auch im Geschäftsalltag nicht entziehen. Aber in der Tat ist hier, in einer Buchhandlung, oft diese Situation, also miteinander zu reden und dennoch verschiedener Meinung zu sein, nicht so unmöglich wie vielleicht an anderen Orten. - Mit der Messe kam dann der Schnee und das Verkehrschaos und das war das eigentliche Problem, denn Besucher und auch Autoren kamen nicht immer unbedingt dort an, wo sie hinwollten. Wir betreuten wieder unzählige Lesungen an verschiedensten Orten und hatten im eigenen Hause, im Specks Hof, wieder einige magische Momente im Warmen mit Schneegedichten, fröhlichen Autoren, zufriedenen Verlagsmenschen und einem dankbarem Publikum. Unsere Nachbarschaft, an der Leseinsel der jungen Verlage, war wie immer fidel und am Messesonntag einem Trunke nicht abgeneigt,  Mittlerweile sind wir da wohl wie alte Latschen. Nur unser Eiskonsum war wohl in diesem Jahr im Keller. Das holen wir demnächst nach. - Mit einem Dank an alle unsere Helfer! Peter Hinke

 

P.S.: An dieser Stelle muß unbedingt noch verwiesen werden auf einen in Leipziger Stunden der Not entstandenen Text des Autors und Verlegers Jo Lendle. So entsteht große Literatur! Auszug: "Man steht am Gleis, im Wind, im Schnee, im Angesicht der Unendlichkeit. Letztere offenbart sich auf den Anzeigetafeln am Gleis. Die Informationspolitik der Deutschen Bundesbahn verbindet alle Charakteristika moderner Literatur: Sie ist offen, brüchig, antwortlos. Sie spiegelt die existentielle Unbehaustheit des Einzelnen in einer als unverständlich erlebten Gegenwart." weiterlesen hier: http://jolendle.de/wordpress/es-schneit/

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Sa

17

Mär

2018

Bei uns im Speck Hof: Heute liest Felicitas Hoppe aus "Prawda. Eine amerikanische Reise" / Ein Abend des S. Fischer Verlages"

Der Messe-Sonnabend gehört traditionell dem S. Fischer Verlag. Heute 20 Uhr liest in der derzeitigen  Wintersportstadt Leipzig die Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe aus ihrem neuen Buch "Prawda". Eintritt frei, Beginn 20 Uhr, Einlass 19:30 Uhr. Wir sind gut mit Skiern oder dem Schlitten zu erreichen und haben es warm!

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Fr

16

Mär

2018

Heute bei uns im Specks Hof: Kurt Wolff Abend!

 

Freitag, 16.03.2018, 20 Uhr - Kurt Wolff Abend - Die Kurt Wolff 

 

Die frischgebackenen Preisträger zu Gast in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung:

Margitt Lehbert (Edition Rügerup, Förderpreis) , Ingo Drzecnik (Elfenbein Verlag, Hauptpreisträger), Hakan Sandell ("Von Nordenflycht bis Tranströmer"/ Edition Rügerup), Moderation: Britta Jürgs (Kurt Wolff Stiftung)

 

Kurt Wolff Stiftung

 

Elfenbein Verlag

 

Edition Rügerup

 

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Do

15

Mär

2018

Gestern bei uns im Specks Hof // Heinrich Steinfests großartige Bügelbrettlesung

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Mi

14

Mär

2018

Leipziger Buchmesse - Es kann losgehen!

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Di

13

Mär

2018

BECKS Cartoon-Show im GRUNDMANN - und BECKS Bilder bei uns in der CONNEWITZER im Specks Hof

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Di

06

Mär

2018

Unsere Lesungen auf der Leipziger Buchmesse

 

In der Connewitzer Verlagsbuchhandlung im Specks Hof, Schuhmachergäßchen 4, 04109 Leipzig, lesen:

Donnerstag, 15.03.2018, 20 Uhr - Heinrich Steinfest - Die Büglerin (Piper Verlag)

Freitag, 16.03.2018, 20 Uhr - Kurt Wolff Abend - Die Kurt Wolff  Preisträger zu Gast in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung: Margitt Lehbert (Edition Rügerup) , Ingo Drzecnik (Elfenbein Verlag), Hakan Sandell, Moderation: Britta Jürgs

Sonnabend, 17.03.2018, 20 Uhr - Felicitas Hoppe - Prawda (S.Fischer Verlag)

Der Eintritt ist frei! Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Veranstaltungbeginn. Reservierungen sind uns leider nicht möglich.

 

Weiterhin lesen die Autoren und Autorinnen der Connewitzer Verlagsbuchhandlung:

DLL Tippgemeinschaft (14.03., ab 21 Uhr in der Moritzbastei/L3, 16.03. 15.30 Uhr auf der Leipziger Messe / Leseinsel der jungen Verlage, Halle 5 G 200 und 17 Uhr Buchhandlung Hugendubel)

Elmar Schenkel (15.03., 14 Uhr auf der Leipziger Messe bei "Wohnblockblues und Hirtenflöte" und 19 Uhr beim Poesiealbum im Gohliser Schlößchen, 16.03., 12 Uhr auf der Leipziger Messe bei "Begegnungen Dorfschreiberpreis Katzendorf"), Frieder Schuller (16.03. , 12 Uhr auf der Leipziger Messe bei "Begegnungen Dorfschreiberpreis Katzendorf", 18.03., 13.30 Uhr auf der Leipziger Messe bei "Europäische Literaturbegegnungen), Kerstin Preiwuß (14.03., in der Moritzbastei/L3, 16.03., 20 Uhr, Dt. Zentralbücherei für Blinde, "Nach Onkalo") ), Ulrike Almut Sandig (17.03., 13 Uhr auf der Leipziger Messe bei "Ausgezeichnet!", 13.30 Uhr auf der Leipziger Messe bei "Writers in Prison"), Thomas R. Müller (15.03., 14.30 Uhr: Zwischen Genie und Wahnsinn. Psychiatriegeschichtliche Stadtführung.), Lene Voigt (17.03., 15 Uhr Hugendubel Leipzig: "Unsre Lene!"

 

Wir unterstützen und empfehlen u.a. folgende Veranstaltungen: Jüdische Lebenswelten im Ariowitsch-Haus (15.-17.03.), L 3- Lange Leipziger Lesenacht (14. und 15.03.) in der Moritzbastei, die Lesungen in der Bibliotheca Albertina (15.-17.03.), KrimiClub im Landgericht (15. und 16.03.), Großer Leipzig-liest-Abend mit Jojo Moyes im Kupfersaal (15.03.), den Großen Fantasy-Abend der Leipziger Messe im Werk II (15.03.), Institutsprosa im Deutschen Literaturinstitut (16.03.), Europäisches Autorentreffen in der Alten Nikolaischule (15.-17.03.)  und die Veranstaltungen im Polnischen Institut (15.-17.03.).

Weiterhin sehr empfehlenswert: UV-Lesung der unabhängigen Verlage (24.3., ab 20 Uhr im  Lindenfels/Westflügel)

 

Fr

26

Jan

2018

"Silberblick" von Bernd Schirmer

"Erst im falschen zeigt sich, ob einer den Mut zum richtigen Leben hat. Bernd Schirmers großer Liebesroman „Silberblick“ ist auch einer der stärksten Schelmenromane über die DDR" Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung

Ein neues Buch aus der Connewitzer Verlagsbuchhandlung, der neue, lang erwartete  Roman von Bernd Schirmer: "Silberblick"!

 

Die sechziger Jahre - um dem Armeedienst zu entkommen, beginnen die beiden Freunde Burkhard Schlotheim und Josef Birnbaum ein Pädagogikstudium in Leipzig. Hier lernen sie die Halbfranzösin Anna kennen und finden einen Mitrivalen um ihre Liebe in Carl Clausberger. Nach einer Sommerreise ans Schwarze Meer sind sie nur noch zu dritt, aber das Leben geht weiter. Man träumt von Paris und lebt im Oderbruch, Hinterlückenstein im Erzgebirge und Berlin. Erst als die Mauer fällt, steht die Welt für sie offen, aber für Anna ist es da schon zu spät.

 

Eine großartiges Buch über Freundschaft, Liebe und Rotwein und das Absurde, Vergebliche, Schöne in einer endlichen Welt.

Jetzt bestellen! Bei uns oder in der Buchhandlung Ihrer Wahl. Bernd Schirmer: Silberblick. Roman, schön gebunden mit Schutzumschlag,  456 Seiten
 978-3-937799-86-5  24,00 Euro / Gestaltet von André Göhlich

 

Zum Autor hier

 

Zum Shop:

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Mi

29

Nov

2017

Das kleine Lene Voigt Buch

 

Das schönste Lene-Voigt-Buch ist wieder da!

 

Lene Voigt: Das kleine Lene Voigt Buch

Herausgegeben von der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.:

 

Mit zahlreichen Illustrationen von Phillip Janta

 

144 Seiten, schön gebunden, farbig illustriert
ISBN 978-3-937799-18-6 / 14,00 Euro

Erscheint in der Reihe "Kleine Leipziger Bibliothek"

 

Der kleine, handliche Band versammelt die schönsten Texte von Lene Voigt: Gedichte, Balladen und Dialogstücke, die inzwischen als Klassiker der sächsischen Literatur gelten. Ausgesucht wurde Lyrik, Prosa und Dramatik mit viel Herz und Witz, die nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Vortragen bestens geeignet ist. Vom Leipziger Illustrator Phillip Janta wurde das Buch prächtig bebildert. 25 Cent pro verkauftem Buch fließen in die Forschungsarbeit der Lene-Voigt-Gesellschaft!

Mehr zu Lene Voigt auch hier: NEUES VON LENE!

 

Blick ins Buch - Bilder/Gestaltung: Phillip Janta

Fr

10

Nov

2017

Crowdfunding-Aktion für Maurice Guest

Seit den 90er Jahren bemühen wir uns um den Roman "Maurice Guest" von Henry Handel Richardson. Einer der Höhepunkte bisher waren vor vier Jahren die Veröffentlichung des Auszuges "Frühlingsouvertüre"  sowie ein Lesekonzert mit Kompositionen der australischen Autorin.

 

https://www.cvb-leipzig.de/2013/10/24/r%C3%BCckblick-auf-einen-abend-mit-hhr/

 

Nun beteiligen wir uns an einer Crowdfundingaktion, die die Neuübersetzung dieses Romanes ermöglichen soll. Bitte schauen Sie hier: https://www.leipziger-crowd.de/maurice-guest

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Di

24

Okt

2017

Leipziger Albertina ist Bibliothek des Jahres

Ausgezeichnet! Charlotte Bauer und Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider nehmen den Preis entgegen / Fotos: Peter Hinke
Ausgezeichnet! Charlotte Bauer und Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider nehmen den Preis entgegen / Fotos: Peter Hinke

 

Die Leipziger Universitätsbibliothek, die Bibliotheca Albertina,  wurde heute als "Bibliothek des Jahres 2017" ausgezeichnet!

 

Wir gratulieren herzlichst!

 

 

 

Bilder unten: Festakt in der Albertina und Dr. Ekkehard Henschke, Leiter der Bibliotheca Albertina von 1992-2005

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Di

24

Okt

2017

Tipps zum Literarischen Herbst

 

Gletscherstein art club, Gletschersteinstraße 28, 04299 Leipzig


“Verse-Striche-Farben”
Ausstellung im 21. Leipziger Literarischen Herbst
19.10.2017 bis 02.11.17
Autorenatelier mit Werken von Radjo Monk, Andreas Reimann, Elmar Schenkel
– Malerei, Grafik, Fotomontage –


Lesungen:
Do, 26.10. (19 Uhr) Elmar Schenkel (Lesung)
Fr, 27.10. (19 Uhr) Radjo Monk (Lesung und Film)
Sa, 28.10. (19 Uhr) Andreas Reimann (Lesung)

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So

08

Okt

2017

Buchpremiere bei uns am 23.10. im Specks Hof: Die Wolfgang-Hilbig-Biographie von Michael Opitz

Wolfgang Hilbig, fotografiert von Dietrich Oltmanns
Wolfgang Hilbig, fotografiert von Dietrich Oltmanns

 

Vor 10 Jahren starb in Berlin Wolfgang Hilbig. Man kann ihn getrost einen der ganz großen deutschen Dichter nennen: Seine Bücher werden gelesen und finden auch immer wieder ein neues Publikum. Es gibt Biographien und Romane über ihn, es gibt die Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft - die wir gern unterstützen.

 

Aus diesem Grunde laden wir gemeinsam ein zur Leipziger Buchpremiere der Wolfgang-Hilbig-Biographie, am 23.10.2017, 20 Uhr,  in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung im Specks Hof, Schuhmachergäßchen 4, 04109 Leipzig

Vorschau:

Wolfgang Hilbig

Eine Biographie von Michael Opitz / S. Fischer Verlag

Bis heute umgibt den 1941 geborenen und vor zehn Jahren gestorbenen Dichter Wolfgang Hilbig eine Aura des Rätsels. Hineingeboren in eine Umgebung aus Sprachlosigkeit, galt er spätestens seit seinem Roman »›Ich‹« als einer der sprachmächtigsten Autoren der deutschen Literatur – und blieb doch ihr geheimnisvollster Außenseiter. Hilbig, der jahrelang als Heizer arbeitete, war in der DDR gezwungen, eine Doppelexistenz zu führen.
Für diese erste große Biographie hat der Literaturwissenschaftler Michael Opitz unbekannte Archivmaterialien und nie veröffentlichte Briefe und Tagebücher gesichtet sowie die Akten ausgewertet, die die Staatssicherheit der DDR über den »feindlich-negativen« Autor angelegt hat. Behutsam und einfühlsam zeichnet er den Weg eines faszinierenden Schriftstellers, der erst im Schreiben zu seinem wahren Leben fand. / soeben erschienen!

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Fr

15

Sep

2017

Ausstellungstipp »DAMM & FIEDLER - GEBRAUCHSGRAFIK 1960 - 2017«

Plakat Lene Voigt / Jutta Damm-Fiedler
Plakat Lene Voigt / Jutta Damm-Fiedler

Jutta Damm-Fiedler  und Jochen Fiedler stehen seit Jahrzehnten für erstklassige Plakate, Kataloge, Ausstellungs- und Buchgestaltungen. Auch das nebenstehende, wunderbare Plakat mit dem Porträt der Dichterin Lene Voigt stammt aus der Hand der Leipziger Gestalter, deren Werke jetzt im Kunstsalon Najork gezeigt werden:

 

Ausstellung vom 16. September bis 21. Oktober 2017 Kunstsalon Villa Najork / Ferdinand-Lasalle-Straße 22 / 04109 Leipzig / Eröffnung: 16. September 2017, 15 Uhr / geöffnet Mo - Fr 9 - 17 Uhr / Eintritt frei / Zur Ausstellung erscheint ein dreiteiliges Buch, ca. 300 Seiten / signiert & nummeriert, 60 Exemplare im Schuber für 48 Euro

 

weitere Informationen hier: Grafik Design Damm & Fiedler

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Do

07

Sep

2017

Vorschau: 13.09.17, 20 Uhr, Buddehaus Leipzig: Frieder Schuller und Jazz Trio SUM II

Das Trio der SUM II Jazzgesellschaft Leipzig spielt, Frieder Schuller liest, Elmar Schenkel moderiert. Ein Abend zwischen beachtlichen Jazzstilen und „Der Angst der Parkbank vor dem Abendbrot“.

SUM II Jazzgesellschaft Leipzig – normalerweise zu sechst – tritt in kleiner Besetzung an: Henry Wilhelm (Posaune), Reinhard Bohse (Piano), Eberhard „Ebs“ Amende (Kontrabass). Ihr Leitmotiv: Jazzmusik zum Wohlfühlen. Zum Repertoire gehören Swing und moderner Blues, Hard Bop, Cool Jazz und Latin. Die Gruppe SUM (Swing und Modern) wurde 1974 in Leipzig gegründet und formierte sich vor einigen Jahren als SUM II Jazzgesellschaft Leipzig neu. // Autor Frieder Schuller – pendelnd zwischen Rumänien und Deutschland – stellt seinen neuen Gedichtband vor, 2016 erschienen in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung. Gedichte wie Traumfetzen, mal Alb mal Märchen, mal Burg mal Friedhof. Gedichte aus einer vergessenen, verwunschenen Welt. Aber eine Welt über der ein Schatten liegt, der die Welt ins Dunkel schiebt und den Dichter raunen und flüstern lässt.

Moderator des Abends ist der Leipziger Autor Elmar Schenkel. Er war Dorfschreiber in Katzendorf/Siebenbürgen, im Pfarrhaus von Frieder Schuller, zu dessen Gedichten er ein Nachwort beigesteuert hat.

Jazz + Lyrik ist eine Veranstaltung des Gohliser Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur e. V. in Kooperation mit dem Budde-Haus, Lützowstr. 19, 04157 Leipzig.

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Fr

01

Sep

2017

Wir STADTRADELN wieder! - Wer fährt mit uns?

Finale 2016: Elmar Schenkel (im gelben Trikot) ist König der Radfahrer / Bild: Otto (im roten Trikot)
Finale 2016: Elmar Schenkel (im gelben Trikot) ist König der Radfahrer / Bild: Otto (im roten Trikot)

 

WER FÄHRT MIT UNS?

 

Bald ist es wieder soweit:  Der Ökolöwe lädt zum Stadtradeln ein!

Vom 1. bis zum 21. September wollen wir gefahrene Radkilometer sammeln: Für eine gute Ökobilanz, für die Stadt Leipzig und für uns selbst. Wie schon im Vorjahr tritt unsere CVB Raketa, das Team der Connewitzer Verlagsbuchhandlung und des Wörtersees für den Leipziger Integrationskindergarten "Hand in Hand"in die Pedale. Im Vorjahr kamen wir mit "Hand in Hand" auf Rang 27 von 400 Leipziger Teams und möchten auch in diesem Jahr wieder gern mit vorn dabei sein. Vielleicht holen wir sogar eine der Prämien, die "Hand in Hand" neue Anschaffungen für die Kinder ermöglicht.  Und wir loben für unserem Teamersten eine große Bonbonniere aus!

 

Mitmachen ist ganz einfach: Kurz bei uns melden unter woertersee@hotmail.de oder in der Buchhandlung Wörtersee selbst - und dann formlos von uns die gefahrenen Kilometer für den Zeitraum 1. bis 21. September notieren lassen. Es gilt das Vertrauensprinzip. Wie gesagt: Es winkt die Bonbonniere!

 

Das war unser Finale 2016...

 

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Mo

28

Aug

2017

Beck beim Passagenfest

Foto: Yvonne Kuschel
Foto: Yvonne Kuschel

01.September 2017, BeCK signiert und kritzelt in sein neues Buch. Bei uns, beim großen Passagenfest, Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Specks Hof, 04109 Leipzig, 19-22 Uhr

 

BeCK: Wenigstens braucht man mit dir keinen Sonnenschirm! Edition Moderne, 18 Euro             

schnee.schnee

 

Nachtrag 02.09.17: Der Meister hat noch wunderbar signierte, käufliche Bücher hinterlassen!

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Mi

23

Aug

2017

Bücherkoffer auf Reisen

 

Der sächsische Bücherkoffer, der sich für Autoren aus der Region einsetzt, ist wieder auf Reisen. Nachdem er in unserem Wörtersee Station gemacht hat, zieht er weiter durch Buchhandlungen zwischen Leipzig und Dresden und Freiberg. In letzterer Stadt gibt es auch einen Besuch unserer EIntagsfliege und ihrem Autor Jörg Jacob.

  

Sächsischer Bücherkoffer: Buchvorstellung & Lesung / Eine Aktion des Sächsischen Literaturrats e.V.

 

Freiberg I Büchereck am Dom I Kirchgasse 15

14. September, 19 Uhr

 

Teil 1: Vorstellung aller 10 Titel aus dem aktuellen Bücherkoffer / Sibille Tröml

 

Teil 2: Lesung
Jörg Jacob: Camus und die Eintagsfliege

 

 

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Mi

16

Aug

2017

Kerstin Preiwuß ist für den Deutschen Buchpreis 2017 nominiert

 

 

Wir freuen uns sehr für unsere Autorin Kerstin Preiwuß, die soeben mit Ihrem aktuellen Roman "Nach Onkalo" (Berlin Verlag) für den Deutschen Buchpreis 2017 nominiert wurde und nun auf der Longlist zu finden ist.

 

Kerstin Preiwuß debütierte 2006 mit ihrem Gedichtband "nachricht von neuen sternen" in unserer Edition Wörtersee, danach erschienen mehrere Romane und Lyrikbände bei Suhrkamp und im Berlin Verlag.

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Mo

31

Jul

2017

Buchort-Tipp: hochroth zu Gast im Wörtersee

Als Buchhandlung mit literarischem Schwerpunkt liegt unser Interesse auch immer wieder auf kleineren Verlagshäuser, die oft mit wenig Mitteln viele schöne Bücher herbeizaubern. Einer dieser kleinen Verlage heißt hochroth und er trägt neben den Verlagsorten Berlin, Bielefeld, Budapest, Paris, Wien, Wiesenburg auch Leipzig im Impressum.

Der hochroth Verlag versteht sich als Modellprojekt zur alternativen Verlagsszene. Da in den letzten Jahren viele wichtige Lyrikreihen größerer Verlage eingestellt wurden, will er alternative Arten des Publizierens ausprobieren und weitere Verlagsinitiativen anregen. Im Gegensatz zur verbreiteten Tendenz, Gedichte online zu veröffentlichen, setzt hochroth also in klassischer Weise auf „Bücher zum Anfassen“. Der Verlag geht dabei neue Wege in der Produktion und im Vertrieb. So werden die Bücher in einer Mischung aus handgemachter und professioneller Fertigung hergestellt und weitgehend über den Direktvertrieb (Bücherstände, Bauchladen) verkauft. Die Auflagen werden flexibel der Nachfrage angepasst, die einzelnen Bände erhalten deshalb eine laufende Nummer. Verlegt werden junge Autoren, aber auch Klassiker, die in Vergessenheit geraten sind. Die Leipziger Dependance besteht seit 2012 und legt ihren Schwerpunkt auf Kurzprosa, Essays zu kulturellen und gesellschaftlichen Themen sowie fremdsprachige Lyrik. Dabei kommen sowohl junge zeitgenössische Autoren als auch literarische Wiederentdeckungen zu Wort. - hochroth-Bücher kann man momentan bei uns auf einem separaten Tisch im Wörtersee bewundern, die schönen, meist schwarz gewandeten, bibliophilen Bändchen kosten jeweils 8 Euro.

 

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So

16

Jul

2017

Lene Voigt: So geht sächsisch

"Das kleine Lene Voigt Buch". illustriert von Phillip Janta
"Das kleine Lene Voigt Buch". illustriert von Phillip Janta

 

Am 16.07.1962 starb die große Dichterin Lene Voigt, nun jährte sich ihr 55. Todestag.  

 

Der MDR nahm dies zum Anlass, kurz auf Lene Voigts Schaffen hinzuweisen, wobei auch Wolfgang U. Schütte als ihr Biograph und die von uns mitbegründete Lene-Voigt-Gesellschaft erwähnt werden. Neben Lene Voigts Biographie sind bei uns auch zwei Neuauflagen ihrer Bücher für 2017 avisiert. - Hier erfahren SIe  mehr...

 

MDR Kultur: So geht sächsisch. Zum 55. Todestag der DIchterin Lene Voigt

 

 zur Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.

 

"Das kleine Lene Voigt Buch", welches die schönsten Texte der Dichterin in einem Sammelband vereint, wurde vom Leipziger Illustrator Phillip Janta gestaltet und wird von uns im Oktober 2017 wieder neu aufgelegt. Außerdem wird es im Herbst "Lene Voigts Kochbuch" sowie Lene Voigts "Balladen"  in neuem Gewand geben.

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Mo

03

Jul

2017

Nachlese zur Reimann-Buchpremiere

Andreas Reimann: Das ganze halbe Leben
Andreas Reimann: Das ganze halbe Leben

Andreas Reimann und Hubertus Schmidt stellten am vergangenen Freitag in der Nikolaischule "Das ganze halbe Leben", den 3. Band unserer Andreas Reimann Werke, vor. Wir bedanken uns bei der Andreas-Reimann-Gesellschaft e.V. und bei der Leipzigstiftung, die das Vorhaben unterstützten. -

Janina Fleischer bedachte die Premiere in der Leipziger Volkszeitung: "Der Dichter und der Sänger machen keine halben Sachen, zeigen das Wort in seiner Schönheit, die Musik in ihrer Direktheit. Zum Vorschein kommt das Erbe, vom Lärm der Zeit bedroht. Umso bedeutsamer ist es, dass diese Werke wieder zu haben sind."

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Sa

24

Jun

2017

1-2-3 - Ein neuer Band der Andreas Reimann Werke! Buchpremiere am Donnerstag, 29.06.!

 

Kunstvoll in ihrer Form und weich in ihrer Strenge sind seine Dichtungen. Immer wieder das Sonett, Elegien, Oden, oft eine Trauer in seinen Versen und oft

eine bitterer Witz. (Clemens Meyer)

 

 

DAS GANZE HALBE LEBEN

 

Der Band beinhaltet "Das ganze halbe Leben", den zweiten, 1979 in der DDR  erschienenen Gedichtband Andreas Reimanns. Er enthält Texte aus den Jahren 1973-1976 sowie fünfzig frühe Liedtexte aus der Sammlung Hubertus Schmidt aus den Jahren 1971 - 1976.

 

 

BUCHPREMIERE 29.06.17, 20.00 Uhr

 

Alte NIkolaischule (Aula), Leipzig, Nikolaikirchhof 2

mit: ANDREAS REIMANN (Lesung) HUBERTUS

SCHMIDT (Gesang, Klavier)

 

 

 

Mo

19

Jun

2017

Mit der Böckchenbande ins Schwimmbad!

Eigentlich sollte es ja in die Berge gehen, doch da taucht ein Wegweiser zu einem Schwimmbad auf.

Die drei Böckchen beschließen einen Abstecher zu wagen. Nachdem die Hürden des Eintrittspreises, der Badebekleidung und des Abduschens überwunden sind, soll es auf die Rutsche gehen, die Attraktion des Schwimmbads. Doch dann taucht ein Troll auf, der das ganze Schwimmbad aufmischt. Aber die Böckchenbande zeigt Mut und es kommt zum großen Showdown an der Superduperrutsche. Und dann wird gefeiert bis tief in die Nacht.

 

Eine herrliche Sommergeschichte, die so wunderbar schräg in Collagetechnik gemacht ist, daß man sofort zu Stiften, Papier, Kleber und Schere greifen möchte, um selber den Urlaub der drei Böckchen zu verlängern.

 

Für Erwachsene und Kinder ab drei.

 

Bjørn F. Rørvik:   Die Böckchen-Bande im Schwimmbad .  Illustriert von Gry Moursund, aus dem Norwegischen übersetzt von Monika Osberghaus, 48 Seiten, 14,95 Euro. Erschienen 2017 im Leipziger Klett Kinderbuch Verlag.

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Fr

09

Jun

2017

Bloomsday in Leipzig

Bloomsday 2017 / Bild: Noil Branc
Bloomsday 2017 / Bild: Noil Branc

 

"There is a young man named Joyce,

Who possesses a sweet tenor voice.

He goes down to the kips

With a psalm on his lips,

And biddeth the harlots rejoice."

 

(Oliver St. John Gogarty)

 

16. Juni 2017 / 19.30 Uhr / Literaturcafé/Garten

BLOOMSDAY 2017

 

James Joyce »Ulysses«

Szenische Lesung mit Nicole Haase, Fabian Dellemann, Markus Sahr u.a.

Seit 1954 wandelt Dublin jeden 16. Juni auf den Spuren seines literarischen Ehrenbürgers Leopold Bloom, dem Protagonisten aus James Joyces »Ulysses«. Die Stadt feiert, singt und - man muss es sagen - säuft. Aber nicht nur Dublin, inzwischen hat der Bloomsday sogar in Städten wie Tokio oder dem kroatischen Pula Tradition.

 

Dieses Jahr schließt auch Leipzig sich den Festivitäten an, mit einer szenischen Lesung aus dem Roman. Der Anglist und Joyce-Enthusiast Fabian Dellemann führt in das Werk ein, jene moderne Odyssee, die einen einzigen Tag im Jahre 1904 umfasst und ganz nebenbei die gesamte westliche Schriftkultur Revue passieren lässt. Mittendrin Bloom, Jude mit ungarischen Wurzeln, ein Außenseiter, Antiheld, Alltagsabenteurer. Begleiten Sie ihn auf seinem fährnisreichen Weg durchs alte Dublin, ins Ormond-Hotel, wo er umschwirrt von den Bardamen Miss Douce und Miss Kennedy - den homerischen Sirenen - zu Mittag isst.

 

Es lesen die Schauspielerin Nicole Haase und Markus Sahr vor musikalischem Hintergrund.

Eintritt: 3,- / 2,- EUR /  Veranstaltung des Sächsischen Übersetzervereins »Die Fähre« e.V. Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Kulturamt der Stadt Leipzig

 

Englischsprachige Literatur in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung!

 

 

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Mi

07

Jun

2017

Buchort-Tipp: Mühlbeck-Friedersdorf

Blumen im Buchdorf, gesehen am "Bücher-Consum" in Mühlbeck-Friedersdorf/ Foto: Peter Hinke
Blumen im Buchdorf, gesehen am "Bücher-Consum" in Mühlbeck-Friedersdorf/ Foto: Peter Hinke

Mühlbeck-Friedersdorf ist ein dörflicher Ort in der Nähe von Bitterfeld, gelegen nah am Wasser, eingebettet in die Seenlandschaft der Goitzsche-Region. Man kann hier Wandern und Radfahren und  an diesem Buchort, welcher walisische und belgische Vorbilder hat, acht Buchläden mit insgesamt 400.000 Büchern bewundern.

 

Alles, was man benötigt ist Zeit. - Unser Tipp: Über dem "Bücher-Consum" von Karin Dehne kann man sogar nächtigen!.

 

http://www.buchdorf-info.de/

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Di

16

Mai

2017

Fixpoetry bespricht die Tippgemeinschaft 2017

 

Unter

 

FIXPOETRY.COM

 

https://www.fixpoetry.com/feuilleton/kritiken/Tippgemeinschaft-2017

 

findet man vom Autor Timo Brandt eine schöne, ausführliche Kritik der aktuellen Tippgemeinschaft, der Jahresanthologie der Studenten und Studentinnen des Deutschen Literaturinstituts Leipzig,

 

FIXPOETRY:COM  ist ein sehr empfehlenswertes Literaturportal mit Schwerpunkten Lyrik und Kunst.

Reinschauen lohnt sich!

 

Bestellen kann man aktuelle und auch ältere Ausgaben der Tippgemeinschaft hier

 

Mo

24

Apr

2017

Und was träumst Du? - Bilder von unserer Veranstaltung mit Miriam Zedelius

Miriam Zedelius beglückte kleine und große Gäste mit ihren Bildern und  Geschichten. Bücher und auch Drucke von ihr gibt es weiterhin in unserem Wörtersee im Peterssteinweg!

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Di

18

Apr

2017

Miriam Zedelius liest und stellt aus - Vorschau aufs Karli-Beben am 22.04.2017

 

Die Leipziger Illustratorin und Kinderbuchautorin Miriam Zedelius stellt am kommenden Sonnabend im Rahmen des Karli-Bebens in unserem Wörtersee (im Peterssteinweg 7) u.a. ihr aktuelles Buch vor.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche kleine und große Gäste!

 

 

 

Miriam Zedelius geboren 1977 in Heidelberg, lebt mit ihrer Familie in Leipzig. Dort hat sie auch studiert, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Heute arbeitet sie als freie Illustratorin in ihrer eigenen kleinen Siebdruckwerkstatt, wo sie erfolgreich Postkarten, Plakate und Bilderbücher gestaltet.
Nebenstehende Illustration aus:
Miriam Zedelius: Träumst Du? (Hinstorff Verlag)

"Träumst du?", fragt mich Papa manchmal. - Aber ich denke nur nach. Wie traumhaft dieses Nachdenken sein kann, zeigt dieses Buch.
Welche Gedanken, zum Beispiel, gehen anderen durch den Kopf? Woher stammen die Träume - die guten und die schlechten? Was passiert, wenn das erträumte Pferd nur eines zum Schaukeln ist - und was, wenn dann doch eines zum Reiten aufzutauchen scheint? Wovon träumen Tiere? Und kann man sich Träume wünschen?
Eine Antwort ist sicher: Dieses Buch ist wundervoll! Die Fragen: grundlegend, faszinierend in ihrer tiefgründigen Einfachheit. Die Antworten: nachdenklich, witzig, den Blick weitend. Ein Buch, das nicht groß und laut daherkommen muss, weil es im besten Sinne neugierig ist, die Welt zu betrachten weiß. In skizzenhaft wirkenden, deshalb wohltuend lebendigen Bildern lässt Miriam Zedelius die Gedanken ihrer gar nicht so kleinen Heldin spielen. Bis hin zu der Erkenntnis: "Träume sind überall. Man muss nur die Augen aufmachen." Und sei es im Buchladen ...

Miriam Zedelius: Träumst Du?.   2017 .  96 Seiten, gebunden   m. zahlr. bunten Bild. 978-3-356-02096-0   Hinstorff Verlag 16,99 Euro - Ein Buch für kleine und große Leute!

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Mi

12

Apr

2017

"Wenn Autoren zu Klassikern werden" - ein MDR-Beitrag über unsere Werkausgabe Andreas Reimanns

Reimanns Werke wachsen: Hier die "Weisheit des Fleischs" im letzten Korrekturlauf.  Foto: CVB
Reimanns Werke wachsen: Hier die "Weisheit des Fleischs" im letzten Korrekturlauf. Foto: CVB

Innerhalb eines MDR-Specials über Werkausgaben gestaltete der Leipziger Journalist Nils Kahlefendt einen sehr schönen Rundfunkbeitrag über unser Großprojekt einer Werkausgabe des Dichters Andreas Reimann.

 

"Andreas Reimann ist ein sehr wichtiger Autor, nicht nur für Leipzig oder  die Region, sondern weit darüber hinaus. Er ist nicht immer leicht zu nehmen, man muß Andreas Reimann natürlich lieben, dann geht es auch immer weiter. Die Zeit läuft, aber ich hoffe, die Arbeit an solch einer Werkausgabe  führt tatsächlich auch dazu, daß der Autor - vielleicht wie Ernst Jünger - ein gewisses Alter erreicht und er noch drei Jahrzehnte produktiver Arbeit anhängen kann."

 

(Peter Hinke über seinen Autor Andreas Reimann, die Lust und Tücken des Verlegens und die nötige Geduld - Zitate aus dem Beitrag von Nils Kahlefendt) - Der Prospekt der "Andreas Reimann Werke" ist nebenstehend als Download verfügbar.

 

Man kann diesen und andere MDR-Beiträge über "Werkausgaben" noch für einige Tage hier lesen bzw. nachhören.

Mehr über Andreas Reimann und seine Werke hier und auch hier

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Mi

29

Mär

2017

Unsere Buchmessegalerie 2017

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Mi

22

Mär

2017

Auf los geht's los!

 

Heute abend wird die Leipziger Buchmesse offiziell eröffnet. Die letzten Vorbereitungen laufen, auch bei uns: Alle Bücherkisten sind gepackt und warten auf den Abtransport - für den Buchmesse-Stand und die zahlreichen Büchertische, die wir bei den Lesungen betreuen. Los geht's mit der LUCHS Preisverleihung, heute 18 Uhr im Ring-Café.

Eigene Veranstaltungen und Tagestipps zur Leipziger Buchmesse finden Sie hier.


Erste Bilder: Messeaufbau und Luchs-Preisverleihung.

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Di

21

Mär

2017

Die neue Tippgemeinschaft ist da!

 

Soeben eingetroffen: Die neue Tippgemeinschaft!

 

Tippgemeinschaft 2017: Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig / Herausgegeben von Ludwig Bader / David Blum / Anne Oltscher / Dorothee Riese / Lara Rüther und Lea Sauer - 388 Seiten / Broschur

 

Connewitzer Verlagsbuchhandlung / 9783937799858 / 15,00 Euro

 

Alle Informationen zum Release findet Ihr hier.

 

 

 

 

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Mo

20

Mär

2017

Veranstaltungen zur Buchmesse Leipzig

 

 

Auf zur Leipziger Buchmesse!

 

Hier empfehlen wir ausgewählte Veranstaltungen!

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Sa

11

Mär

2017

Am 18.3. ist Indiebookday!

 

Am kommenden Sonnabend steht schon wieder der vor 5 Jahren vom Mairisch Verlag ins Leben gerufene Indiebookday vor der Tür, den wir auch in diesem Jahr finanziell und praktisch unterstützen.

 

Was ist der Indiebookday?

 

Ihr liebt schöne Bücher.

Am Indiebookday könnt Ihr das allen zeigen. Es geht ganz einfach:

 

Geht am 18.03..2017 in einen Buchladen Eurer Wahl und kauft Euch ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen .

 

 Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Google+) oder einem Blog Eurer Wahl mit "#Indiebookday". Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.

 

Schon der erste Indiebookday 2013 bekam in den deutschsprachigen Ländern große Aufmerksamkeit. 2014-2016 kamen dann auch Teilnehmer in UK, Italien, den Niederlanden und Portugal dazu. 2017 geht es weiter!

 

Facebook-Event zum Indiebookday 2017 (D):  www.facebook.com/events/819394734865556

Hashtag bei Twitter & Instagram: #indiebookday

 

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Mi

01

Mär

2017

Christel Hartinger in memoriam

Unter dem Titel „Lesen - Schreiben - Frieden stiften: Christel Hartinger in memoriam“ erinnern die Leipziger Städtischen Bibliotheken gemeinsam mit der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e. V. am Freitag, dem 3. März, um 18 Uhr in der Stadtbibliothek an eine Frau, die sich in vielfacher Weise um die Leipziger Kulturszene verdient gemacht hat.

 

Die Literaturwissenschaftlerin Dr. Christel Hartinger starb im Dezember im Alter von 75 Jahren, und sie hinterlässt eine Lücke im literarischen Leben Leipzigs, die nicht leicht zu schließen ist. Ihr zu Ehren präsentieren zum Beispiel Volker Braun, Adel Karasholi und Bernd Schirmer ihre Texte. In Lesung, Musik und Erinnerungen wird ein Porträt dieser außergewöhnlichen Leipzigerin gezeichnet. Sie war in Leipzigs Kultur- und Literaturszene sehr aktiv. Sie organisierte Lesungen, schrieb selbst Texte und zeichnete, engagierte sich in Vereinen. In der Connewitzer Verlagsbuchhandlung, für die in den 90er Jahren auch ihr Mann, der Literaturwissenschaftler Walfried Hartinger (1938-2003), und ihr Sohn Anselm Hartinger wirkten, ist die von ihr mitherausgegebene Werkausgabe von Georg Maurer erschienen. Wir, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Connewitzer Verlagsbuchhandlung, trauern mit der Familie Hartinger.

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Mi

01

Mär

2017

Neu // Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo

Eine Provinzgeschichte über die großen Fragen des Lebens. 

Matuschek ist vierzig, als seine Mutter stirbt, mit der er das Haus teilte. Ohne ihre Fürsorge weiß er nicht, wie es weitergehen soll. Eine Frau hat er nicht und von dort, wo er wohnt, geht man weg, wenn man kann. Aber Matuschek ist einer, der bleibt, Bewohner des Hinterlands, einer längst von allen aufgegebenen Welt. Zum Glück gibt es Nachbarn. Igor, der Russe, wird zum Freund. Den alten Witt kennt er seit seiner Jugend. Und dann sind da die Tauben, die Matuschek als Junge bekam und seitdem züchtet. Brieftauben haben einen inneren Kompass und kehren stets nach Hause zurück. Das kann schon reichen fürs Leben. Als Matuschek Irina kennenlernt, winkt das Glück. Aber dann geht etwas schief und er beginnt von neuem.

»Nach Onkalo« zeigt eine Welt am Rand, in der sich die großen Fragen nicht weniger deutlich stellen: was einen zusammenhält und wie man glücklich wird. Matuschek stellt sich diese Fragen nicht, er will nur seinen Alltag meistern. Doch vielleicht befähigt ihn genau das zur Erkenntnis »ob das Leben die Mühe lohnt«.

 

Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo. Roman

/ 240 Seiten / Hardcover mit Schutzumschlag /ISBN: 978-3-8270-1314-9 / 20 Euro

 

Kerstin Preiwuß in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung

 

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Do

23

Feb

2017

Buchpremiere: Reclam Leipzig 1945-1991

 

Ingrid Sonntag 

An den Grenzen des Möglichen: Reclam Leipzig 1945-1991 / Reclam - eine Verlagsgeschichte im deutsch-deutschen Spannungsfeld

 

23.02.2017 19 Uhr

 

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Str. 6 /04109 Leipzig
Begrüßung: Franz Martin Olbrisch (Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste), Lutz Rathenow (Sächsischer Landesbeauftragter für Stasi-Unterlagen) und Jürgen Reiche (Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig). Im Gespräch: Wolfgang Emmerich (Literaturwissenschaftler), Stefan Richter (ehem. Reclam-Lektor und Verlagsleiter), Ingrid Sonntag (Herausgeberin) und Wolfgang Thierse (Germanist, Kulturwissenschaftler und Politiker), Moderation: Verleger Christoph Links. Der Eintritt ist frei.

 

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Mi

15

Feb

2017

Jörg Jacob und Thomas Böhme lesen

Lesung: NIEMERLANG im Café Tunichtgut, Kolonnadenstraße 5/7, Leipzig /

15.Februar / 20 Uhr Prosa / Lyrik / Songs Andra Schwarz,

Unsere Autoren Thomas Böhme und  Jörg Jacob lesen gemeinsam mit Marcus Klugmann / Musik: Anne Munka

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Mo

23

Jan

2017

Neu bei uns: Das Gravenhorster Kräuterbuch

Reinhard Krehl: Das Gravenhorster Kräuterbuch
Texte Kartografien Drucke
mit Gedichten von Marion Poschmann 
und Beiträgen von Gerd Andersen, Barbara Steiner und Silke Steets
Connewitzer Verlagsbuchhandlung Peter Hinke, Leipzig
96 S. , 17 x 29 cm, Softcover
19,95 Euro
Eine Sammlung von Pflanzenselbstdrucken mit Gesprächen zu überraschenden Situationen von Mensch und Pflanze. Über das poetische Zusammentreffen von Ort, Handlung und Pflanze. Die Drucke und Texte entstanden während Reinhard Krehls Stipendium-Aufenthaltes im Kunsthaus DA Kloster Gravenhorst, NRW im Jahr 2016.
mehr zum Projekt unter www.reinhardkrehl.de
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Di

22

Nov

2016

Buchpremieren und Ausstellungseröffnung

Susann Hesselbarth / Jörg Jacob / Phillip Janta präsentieren zwei nagelneue "Geschichten ohne festen Wohnsitz", die nun bei uns im Verlag erscheinen!

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Fr

11

Nov

2016

"Kontradiktionen" - Andreas Reimanns neuer Gedichtband!

Andreas Reimann, Kontradiktionen

 

Gedichte 1964 – 1966.

Die neuen Leiden der jungen Lyrik - Essay, Diskussion, Essay 1974 – 1976.

Band 1 der Werke Andreas Reimanns

schön gebunden, 160 Seiten

ISBN 978-3-937799-77-3  20,00 Euro

Dieses Buch entstand mit Unterstützung der Andreas-Reimann-Gesellschaft e.V.

 

„Kontradiktionen“ beinhaltet den ersten Gedichtband Andreas Reimanns, der ursprünglich bereits 1966 ediert werden sollte, aber aus politischen Gründen seinerzeit nicht erschien. Neben dieser Erstveröffentlichung nach 50 Jahren sind in diesem Buch Essays aus der Zeitschrift „Sinn und Form“ versammelt sowie damit im Zusammenhang stehende Diskussionsbeiträge verschiedener Autoren.

Das Buch ist die späte Wiederentdeckung des Debüts eines der wichtigsten deutschen Dichter der Gegenwart und ein spannendes Zeitdokument der Literaturgeschichte der DDR.

 

"Gedichte vergleichbarer Intensität, die die >verfluchte narbe aus zement< zum Thema erheben, sucht man in der deutschen Lyrik dieser Zeit vergebens. Diese literaturgeschichtlich erheblichen Leistungen der Lyrik dieses Dichters harren nach wie vor des Eingangs in historische Aufarbeitungen.(…)Sie gehen über das in diesen Jahren florierende Protest-Pathos im Namen der Jugendlichkeit eines Volker Braun, Wolf Biermann oder Rainer Kirschs deutlich hinaus. Die Ich-Ansagen sind keine rhetorischen Konstrukte, sondern gesättigt mit existentiellen Kontradiktionen des Lebens auf Messers Schneide." Peter Geist

 

DISKUSSION/ Hier leben. Dasein. Einen standpunkt haben./ Das argument ist ein kristallskalpell,/ das denkenshornhaut kühn und hart seziert.

 

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Mo

07

Nov

2016

Andreas Reimann zum 70. Geburtstag

»Vom Wunderkind zum Geheimtipp, zu einem der unbekanntesten, aber bedeutendsten Lyriker der ›sächsischen Schule‹«. Karl Corino

Prospekt Andreas Reimann
Der Sonderprospekt zum 70. Geburtstag des Autors zum Herunterladen.
Verlagsprospekt_Reimann_70_Web.pdf
Adobe Acrobat Dokument 3.6 MB
Andreas Reimann (2010) / Foto: Peter Hinke
Andreas Reimann (2010) / Foto: Peter Hinke

"Andreas Reimann wurde geboren am 11. 11. 1946 in Leipzig als Sproß einer Dynastie zeichnender Schreiber und schreibender Zeichner, einer Leipziger Künstlerfamilie im 20. Jahrhundert, in Leipzig also, ›einer den Musen bitteren Stadt‹, die er in  vielen seiner Gedichte als sein ›hiesiges Land‹, also Vaterland nennt, mit dem er auf Grund des dort herrschenden Staates, in Zwist und Streit geraten mußte, Land, an dem er litt, weil es ihn ausgrenzen wollte, politisch wegen widersetzlichen Charakters, moralisch wegen Liebe zum gleichen Geschlecht, und eben überhaupt, weil er schrieb und zeichnete, was die Behörde lieber beschlagnahmte und in Akten verschloß, als es der Öffentlichkeit preiszugeben. Ja, die Zustände sind ihm alles andere als freundlich gesinnt, und man versteht, daß er sich ihnen verweigert oder entzieht, spöttisch und bitter, lästernd und listig, nicht ohne Federn zu lassen." (aus Gerhard Wolf: Auf der Suche nach einem Land. Laudatio zum Leipziger Literaturstipendium 2000 für Andreas Reimann) -

 

Am Anfang stand Verlust: Der Vater, selbst Autor und Illustrator, der DDR-Staatssicherheit ein Dorn im Auge, kam 1955 unter bis heute nicht geklärten Umständen in Westberlin ums Leben, seine Mutter verübte bereits ein Jahr zuvor Selbstmord. Andreas kam ins Waisenhaus, später lebte er bei seiner Großmutter Thea Reimann-Weide. 1957 schrieb er »Sturm«, sein erstes Gedicht. Es folgten Rundfunksendungen, Auszeichnungen und 1961 erste Veröffentlichungen im »Neuen Deutschland« und im »Sonntag «. Da er nicht zur Oberschule zugelassen wurde, absolvierte er eine Schriftsetzerlehre. In Folge einer vieldiskutierten Gedichtveröffentlichung im ND 1965 wurde er von Georg Maurer, Dozent für Poesie, ans Leipziger Literaturinstitut zum Studium eingeladen. Im Dezember des Jahres fand das 11. Plenum des ZK der SED statt, das »Linientreue« der Kulturschaffenden der DDR einforderte. Der Direktor des Instituts, Prof. Max Walter Schulz, entschied daraufhin die Exmatrikulation Reimanns, da dieser sich den offiziellen Vorgaben nicht anpassen wollte. Sein erster Gedichtband »Kontradiktionen«, der 1966 beim Hinstorff Verlag Rostock veröffentlicht werden sollte, durfte nicht erscheinen. 1968 protestierte Reimann gegen die Niederschlagung des »Prager Frühlings«, das Ministerium für Staatssicherheit ordnete daraufhin seine Verhaftung an. In Folge verfasste Prof. Max Walter Schulz für das MfS eine politische Einschätzung des Studenten, die sich in die Schlußfolgerung verstieg: »Aber es erweist sich erneut, daß ein Talent, das über den Zinnen der  Partei zu stehen gedenkt, sich selbst zerstört.« Unter anderem auch aufgrund dieser Beurteilung wurde Andreas Reimann zu einer zweijährigen Haft strafe wegen »staatsfeindlicher Hetze« verurteilt. 1971, ein Jahr nach der Haftentlassung, setzte sich Max Walter Schulz – gegen den Widerstand des MfS – für seine Rehabilitierung  als Dichter ein, der nun sein Brot als Lager- und Transportarbeiter, als Brauerei-Hilfsarbeiter und Lohnbuchhalter  verdiente. Erst 1975 erschien »Die Weisheit des Fleischs«, sein erster Gedichtband, im Mitteldeutschen Verlag, die Lektoren Gerhard Wolf und Heinz Czechowski hatten, trotz aller staatlichen Bedenken, die Veröffentlichung durchgesetzt. Die erste Auflage war bald vergriff en, zwei Nachdrucke folgten. Auch wenn das Buch seinerzeit große Aufmerksamkeit bei den Lesern erregte, fand es keinen Platz in der offiziellen DDR-Literatur. 1979 erschien, ebenfalls im Mitteldeutschen Verlag, sein zweiter Gedichtband »Das ganze halbe Leben«. Andreas Reimann bekam  von verschiedenen Verlagen Nachdichtungsaufträge, jedoch weitere geplante literarische Buchprojekte wurden von den Verlagen abgelehnt, auch weil der Dichter sich den Eingriff en der Zensur verweigerte. So waren die 70er und auch 80er Jahre geprägt von Ausflügen in die »heitere Muse«: er schrieb Songs und Chansons, textete u. a. für Liedermacher wie Bettina Wegner und Stefan Krawzcyk und die Rockgruppe »Lift «. Er betrieb dieses  Metier mit einem Anflug von Galgenhumor und Ironie, seine Überlebensstrategie um auch schwierige Situationen zu meistern, »den Abstürzen in Lust und Wollust, Krisen und Gnade der Sucht, zu entkommen«, wie er es selbst nannte. Trotz aller Widrigkeiten kam für ihn eine Ausreise aus der DDR nicht in Frage. Erst 1995 erschien mit »Das Sonettarium« (Connewitzer Verlagsbuchhandlung) wieder ein größeres, eigenständiges Buch von Andreas Reimann, es folgten u. a.»Vom haltbaren Jonas« (Forum Verlag, 1999), »Die männlichen Zeitalter« (Konkursbuch Verlag, 2001), »Zwischen den Untergängen« (Faber und Faber, 2004) und »Der trojanische Pegasus« (MDV, 2006) In der Connewitzer Verlagsbuchhandlung erscheint nun seit 2011 eine Werkausgabe seiner Veröffentlichungen. / Peter Hinke

 

 

Zum Geburtstag erscheint Band 1 der Werke in Einzelausgaben

 

» Kontradiktionen«  Gedichte 1964 – 1966.

Die neuen Leiden der jungen Lyrik - Essay, Diskussion, Essay 1974 – 1976.

Band 1 der Werke Andreas Reimanns - gefördert von der Andreas Reimann Gesellschaft e.V.

schön gebunden, 160 Seiten

ISBN 978-3-937799-77-3  20,00 Euro

 

„Kontradiktionen“ beinhaltet den ersten Gedichtband Andreas Reimanns, der ursprünglich bereits 1966 ediert werden sollte, aber aus politischen Gründen seinerzeit nicht erschien. Neben dieser Erstveröffentlichung nach 50 Jahren sind in diesem Buch Essays aus der Zeitschrift „Sinn und Form“ versammelt sowie damit im Zusammenhang stehende Diskussionsbeiträge verschiedener Autoren.

 

Das Buch ist die späte Wiederentdeckung des Debüts eines der wichtigsten deutschen Dichter der Gegenwart und ein spannendes Zeitdokument der Literaturgeschichte der DDR.

 

 "Gedichte vergleichbarer Intensität, die die >verfluchte narbe aus zement< zum Thema erheben, sucht man in der deutschen Lyrik dieser Zeit vergebens. Diese literaturgeschichtlich erheblichen Leistungen der Lyrik dieses Dichters harren nach wie vor des Eingangs in historische Aufarbeitungen.(…)Sie gehen über das in diesen Jahren florierende Protest-Pathos im Namen der Jugendlichkeit eines Volker Braun, Wolf Biermann oder Rainer Kirschs deutlich hinaus. Die Ich-Ansagen sind keine rhetorischen Konstrukte, sondern gesättigt mit existentiellen Kontradiktionen des Lebens auf Messers Schneide." Peter Geist

 

Weiterlesen: Andreas Reimann und seine Bücher

 

 

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Sa

29

Okt

2016

Neu im Wörtersee: Frieder Schuller

 

Ein neuer Wörtersee-Band ist erschienen:

 

Frieder Schuller: Die Angst der Parkbank vor dem Abendrot. Gedichte / Mit einem Nachwort von Elmar Schenkel / Klappenbroschur, 120 Seiten 14 Euro / 978-3-937799-74-2

 

„komm besuchen wir ein gedicht/ sagt der bleistift zum papier“ Gedichte wie Traumfetzen, mal Alp mal Märchen, mal Burg mal Friedhof.Gedichte aus einer vergessenen, verwunschenen Welt. Aber eine Welt über der ein Schatten liegt, der die Welt ins Dunkel schieb und den Dichter raunen und flüstern lässt.

 

Frieder Schuller wurde 1942 in Siebenbürgen geboren. Er arbeitet als Lyriker, Theaterautor und Regisseur. Er lebt in Rumänien und Deutschland und vermittelt zwischen den Welten.

 

Der Autor liest am Montag, den 31.10.2016, 17 Uhr,  beim
Nietzsche Verein Röcken e. V. in Röcken, Teichstr. 8

 

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Di

18

Okt

2016

Deutscher Buchhandlungspreis 2016

Wir freuen uns über den Deutschen Buchhandlungspreis, den wir am 5.10. in Heidelberg von Frau Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, überreicht bekamen! Der Preis soll für uns Ansporn sein, weiterhin im Sinne der Buchstadt Leipzig zu arbeiten, Traditionen zu pflegen, neue Bücher, Autoren und nicht zuletzt Leser zu entdecken und somit der schönen Literatur ein gutes Zuhause zu geben. Buchhandlungen sollten immer Orte der Begegnungen sein, dem Sturm der Zeiten trotzende Inseln. - Ein Dank an alle Beteiligten, an unsere Kunden und unsere Mitarbeiter!  // Peter Hinke

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Sa

08

Okt

2016

13.10.16 - Leipziger Buchpremiere: Bettina Baltschev - "Hölle und Paradies"

Wir freuen uns auf eine Buchpremiere bei uns im Specks Hof:

Bettina Baltschev: "Hölle und Paradies. Amsterdam, Querido und die deutsche Exilliteratur"

Donnerstag, 13. Oktober | 20 Uhr I Moderation: Katrin Schumacher I Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Specks Hof, Schuhmachergäßchen 4, 04109 Leipzig I Eintritt frei!

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Berenberg Verlag

 

Bettina Baltschev Hölle und Paradies

Amsterdam, Querido und die deutsche Exilliteratur

 

Leseprobe »Amsterdam: was für eine schöne, unverwechselbare Stadt! Sie wurde zur Zuflucht, sie lässt uns arbeiten«, schwärmte Klaus Mann von einer seiner ersten Stationen im Exil. Und Amsterdam war nicht nur temporärer Wohnort, sondern verhieß schon bald auch eine ganz andere Art von Heimat: Zwischen 1933 und 1950 veröffentlichte der Querido ­Verlag viele der Autoren, die vor den Nazis aus Deutschland ­fliehen mussten, von Joseph Roth bis Irmgard Keun und Lion Feuchtwanger. Über Europa verstreut, finden die deutschen Schriftsteller in Amsterdam ihr geistiges Zentrum. Und trotzdem: »Das Exil war eine Hölle«, schreibt Hermann Kesten. Bettina Baltschev geht mit offenem Blick durch das heutige Amsterdam und spürt dem Leben der Exilschriftsteller und ihrer Verleger nach.

 

Bettina Baltschev  Hölle und Paradies ·  Berenberg Verlag 168 Seiten · Abbildungen · Halbleinen ·  ISBN 978-3-946334-08-8  EUR 22,00 

 

Bettina Baltschev, (c) privat
Bettina Baltschev, (c) privat

 

Bettina Baltschev,   geboren 1973 in Berlin, studierte Kulturwissenschaften, Journalistik und Philosophie in Leipzig und Groningen. Sie ist Autorin und Redakteurin beim Hörfunk der ARD und pendelt zwischen ihrem Wohnort Leipzig und ihrer zweiten Heimat Amsterdam. 2008 erschien »Ein Jahr in Amsterdam. Reise in den Alltag« (Herder). 

 
 Bettina Baltschev in einem Interview mit dem Deutschlandfunk   

 

 

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Fr

22

Jul

2016

Elmar Schenkel entdeckt "Dichter im Café"

 

Mit wem kann man über Hermann Kesten sprechen? Mit Germanisten?

Verlagshistorikern? Exilforscherinnen? Ich habe bislang mit niemandem über Kesten gesprochen als mit meinem Buchhändler, ich habe ihn auch gerade erst entdeckt. -

 

Dass wir ihn kaum noch kennen, hängt mit dem Schicksal vieler sogenannter Exil-Autoren zusammen. Hitler verfolgt sie ein zweites Mal – durch das Vergessen ihrer Werke in der deutschen Öffentlichkeit nach dem Krieg. Immerhin war Kesten (1900-1996) Präsident des PEN-Clubs, wohnte aber nie wieder in Deutschland. Geboren in der heutigen Ukraine, aber aufgewachsen in Nürnberg: das dürfte der Grund sein, warum eines seiner essayistischen Hauptwerke in der Edition moderner fränkischer Klassiker aufgenommen wurde. Auf der Suche nach Literatur, in denen Kaffee und Cafés eine Rolle spielen, stieß ich auf dieses 1959 erstmals publizierte Buch – und war sogleich gebannt. Denn es ist Kulturgeschichte und Literatur zugleich, ein schwer identifizierbares Insekt, das durch unsere Gegenwart schwirrt.

 

Kesten treibt sich in den großen Cafés der Welt herum und führt Gespräche mit Phantomen aus dem 18. Jahrhundert oder mit Freunden, die ihm die Lebensläufe von Kaffeehausliteraten beschildern, denn „das Kaffeehaus ist ein Wartesaal der Poesie“. In diesem Wartesaal gehen die Türen auf und zu, manchmal schlägt ein politischer Luftzug gewaltsam die Türen zu oder Fenster in die Welt werden aufgerissen. Wir treffen Jonathan Swift, Defoe, Johnson, Voltaire und Peter Altenberg, Alfred Polgar, Kafka, Musil oder Joseph Roth. „Irgendwie“ ist das Wort, das durch die Räume geistert, auch „Stefan Zweig schrieb allzu oft ‚irgendwie’“. Das Café ist der Ort, der Fremden Heimat gibt, der vernetzt wie einsam sein läßt.

 

Schon deshalb musste ein solches Buch nach der Exilzeit geschrieben werden, wie überhaupt das Wiener Café ohne die Autoren, die in die Emigration flohen, gar nicht mehr zu denken war. Das Café bietet für einen kleinen Obolus ein Willkommen in der Fremde an, nebst Zeitungen und Muße. Diese Mischung aus Fremde und Heimat wird Grundlage einer Kulturgeschichte, in der wir mit Kesten die Cafés von Paris, London, Rom, New York, Wien, München und Berlin besuchen und eine Menge lernen über die englische, französische und deutschsprachige Literatur. Unter dem Einfluss des Koffeins öffnet der Autor ein Füllhorn von Anekdoten, die befruchtend auf die Leserschaft herabschweben. Zum Beispiel als Ort existenziellen Handelns und Denkens. So bewies der Bischof und Kaffeehausbesucher George Berkeley dem französischen Metaphysiker Malebranche einmal in einem Café, dass die Materie gar nicht existiere – woraufhin dieser vor Schreck und Wut an Ort und Stelle gestorben sein soll. Auch die Existenzialisten konnten ihren Seinszweifel nicht irgendwo, sondern nur in einem Café zum Ausdruck bringen.

 

Warum aber ist die Kaffeehauskultur in Wien so prägend geworden? Es ist die bislang auffälligste Form, sich der Realität zu verweigern. Oder wie Alfred Polgar einmal schrieb: „Das Wiener Café Central ist […] eine Weltanschauung, und zwar eine, deren innerster Inhalt es ist, die Welt nicht anzuschauen.“ Diese Verweigerung gegenüber der Realität kommt nicht aus Österreich, sie entstammt der Seele, und daher sind Kaffeehausgeher weltweit gesegnet von der Kirche der Nutzlosigkeit.

 

Und nun eine Preisfrage: Welcher Kaffeehausliterat von weltliterarischem Rang machte nebenbei Geschäfte mit einer Bisamkatzenfarm? Wer diese Frage beantwortet, erhält zweifellos den vorliegenden Band in einer raren Taschenbuchausgabe von 1983!

 

Elmar Schenkel

 

Hermann Kesten, Dichter im Café. Cadolzburg: ars vivendi 2015 (Edition moderne fränkische Klassiker), 372 Seiten, 19,90 Euro. (Originalausgabe 1959)

 

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