Flucht aus Leipzig / Ein Buch zur Sprengung der Leipziger Paulinerkirche

Dieser Tage jährt sich die Sprengung der Leipziger Paulinerkirche zum achtundvierzigsten Mal. Ein bei uns im Verlag jüngst erschienenes Buch erzählt die Geschichte dieser willkürlichen Zerstörung, aber auch von einem Akt des Widerstandes und einer sich daran anschließenden abenteuerlichen Flucht

 

Harald Fritzsch: Flucht aus Leipzig -

Eine Protestaktion und ihre Folgen

Leipzig, 1968: die Paulinerkirche, eines der wichtigsten historischen Gebäude der Stadt und auch ein Treffpunkt der DDR-Opposition, soll auf Beschluss der DDR-Staatsführung gesprengt werden. Harald Fritzsch, Physikstudent, will dagegen ein Zeichen setzen. In einer spektakulären Aktion entrollt er ein Protesttransparent auf einer internationalen Großveranstaltung. Die Stasi veranlasst daraufhin eine Großfahndung. Fritzsch plant nun seine Flucht. Mit einem Faltboot will er von Bulgarien über das Schwarze Meer in die Türkei entkommen. Harald Fritzsch, mittlerweile ein renommierter Physiker, zeichnet ein authentisches Bild der DDR in den späten sechziger Jahren, er berichtet über Widerstand gegen das Regime und erzählt die Geschichte seiner waghalsigen Flucht.

 

Der Text des Autors wird ergänzt um Fotografien von Karin Wieckhorst, die am 30. Mai 1968 mutig mit ihren ungewünschten Bildern die Zerstörung der Paulinerkirche festhielt, sowie um ein Interview mit dem Leipziger Journalisten und Autor Thomas Mayer, der die damaligen Ereignisse gemeinsam mit Harald Fritzsch noch einmal reflektiert.

 

Harald Fritzsch, 1943 in Zwickau geboren, setzte sein Physikstudium nach seiner Flucht aus Leipzig in München fort, wo er 1971 promovierte. Seit 1980 ist er Professor für Theoretische Physik an der Universität München und forschte u. a. am CERN in Genf, am California Institute of Technology in Pasadena sowie am DESY in Hamburg. Er gilt als ein herausragender theoretischer Physiker und als ein großer Vermittler moderner Physik.

 

Thomas Mayer, Jahrgang 1949, war als Journalist zunächst beim Sächsischen Tageblatt im damaligen Karl-Marx-Stadt und später in Dresden tätig. Ab 1980 arbeitete er in Leipzig und war seit 1991 Chefreporter der Leipziger Volkszeitung. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher.

 

Karin Wieckhorst, geboren 1942, arbeitete nach ihren Ausbildungen als Retuscheurin, Fotolaborantin und Fotografin und neben einem Fernstudium an der HGB langjährig am Museum für Völkerkunde in Leipzig. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Zeitschriften und Fotobüchern veröffentlicht und in Ausstellungen gezeigt. Heute lebt sie als freie Fotografin in Leipzig.

 

176 Seiten, schön gebunden / Ein Band der Reihe »Kleine Leipziger Bibliothek« / ISBN 978-3-937799-71-1 /  16,–.

Bei uns ist auch die englischsprachige Ausgabe - "Escape from Leipzig" - erhältlich / 18,-.

 

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Lene Voigt (um 1910), Foto: Archiv der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.
Lene Voigt (um 1910), Foto: Archiv der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V.