Eben ausgepackt: Franziska Wilhelms Romandebüt - Lieblingsbuch im Monat Januar

Das Buchhändlerdasein besteht entgegen weit- verbreiteter Ansichten leider nicht ausschließlich aus Tätigkeiten, bei denen man - auf ein gemüt- liches Lager gebettet - schöne Romane schmö- kert, während man vielleicht nebenher noch anderen Gelüsten (Schokolade, Gin, Kautabak) frönt. Nein, nein: Früh zum Beispiel wird erst einmal die Ware geprüft und ausgepackt, schließlich ist das blaue KNV-Auto meist schon im Morgengrauen dagewesen und hat seine Fracht abgeladen. Heute waren es u.a. 30 rotgewandete Saltobände von Wagenbach, die nachgeorderten Murakami von Dumont, Novitäten von DTV, Rowohlt und S. Fischer. Und ein Paket von Klett-Cotta mit dem schon erwarteten Debüt der Leipzigerin Franziska Wilhelm mit dem schönen Titel "Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen".

 

Franziska Wilhelm, die sich u.a. auch als Akteurin der Leipziger Lesebühne "Schkeuditzer Kreuz" einen Namen gemacht hat, gehörte auch zu den Autoren unserer Anthologie "Kein Hügel für die wilden Pferde" und lies uns seither aufhorchen. Nun ihr rasantes Debüt, ein Roadmovie mit schrägem Humor, welches seinen Anfang in der Sportplatzkneipe der Familie Enders nimmt, bei der sich Selbstmörder ihr letztes Bier zapfen lassen. Wirtstochter Milla hat das Leben in Strottenheim satt und nachdem ihr Onkel Jano, mit dem sie eine engere Beziehung pflegt, die Flucht ergreift, begibt sie sich mittels eines Paketfahrers und Bullibesitzers auf die Suche nach ihm.

Ein charmantes Buch, dem wir viel Erfolg wünschen und welches bei uns gleich vorn auf dem Tisch liegt. Wer möchte kann auch einmal hier den hübschen Verlagsclip mit der Autorin anklicken.

 

Wilhelm, Franziska: Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen .  

Roman. Gebunden, 200 Seiten

Klett-Cotta

ISBN 978-3-608-93992-7

18,95 Euro

 

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Pressestimmen zu Bernd Schirmer "Silberblick":

"Der Roman Silberblick ist ein wunderbares, ein gelungenes und auf stille Weise sehr wichtiges Buch, das sich gerade deshalb allen Superlativen entzieht." - Undine Materni / Sächsische Zeitung

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"Der »Silberblick« ist der Blick, der das Daneben sieht, die andere Möglichkeit. Taten und Tatsachen der DDR-Realität sind das Eine, erzählerisch ergiebig wird es erst recht, wenn - und Schirmer gelingt das wie nebenbei - die Stimmungen und Mentalitäten dahinter erkundet und erhellt werden. Wenn die Riten und Gepflogenheiten im beruflich-gesellschaftlichen Umgang subtil geschildert, die Redeweisen, Formeln und Floskel, die in der Öffentlichkeit gang und gäbe waren, lustvoll archiviert werden." - Jürgen Engler / Neues Deutschland

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"In der Geschichte wird politisiert, und es wird getrunken, zunächst die bulgarischen und ungarischen Tropfen, ehe man Bordeaux und Sancerre, Silvaner aus dem Elsass und Burgunder genießen kann. (...) Das alles wird mit Nachdenklichkeit und Ironie, mit Humor und Traurigkeit erzählt, eine Lebens-Geschichte, wie sie sich immer wieder ereignet." - Klaus Walther / Freie Presse